Flugzeug mit 152 Passagieren abgestürzt

Islamabad - Ein pakistanischer Airbus mit 152 Menschen an Bord ist am Mittwochmorgen im Landeanflug auf die Hauptstadt Islamabad abgestürzt. Mindestens fünf Menschen wurden lebend geborgen, hieß es zunächst.

Mindestens 25 Menschen kamen ums Leben. Es wurde aber befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weit höher liegt. Die Absturzursache war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben der Luftfahrtbehörde handelte es sich um einen Airbus 321 der zweitgrößten pakistanischen Fluggesellschaft Airblue. Die Maschine mit 146 Fluggästen und sechs Besatzungsmitgliedern kam aus Karachi. Sie versuchte nach Angaben eines Sprechers unter schwierigen Wetterbedingungen bei Regen zu landen, als der Kontakt zum Tower abbrach.

Ein Augenzeuge berichtete in einem Nachrichtensender, das Flugzeug habe unruhig gewirkt, sei aus dem Gleichgewicht geraten und in der dicht bewaldeten Bergregion abgestürzt. Auf Luftaufnahmen im Fernsehen waren Feuer und Rauch zu sehen. Rettungskräfte arbeiteten sich bei starkem Regen in dem schwer zugänglichen Gelände zur Unglücksstelle durch. Auch die Streitkräfte entsandten Soldaten und Hubschrauber zur Unterstützung. Nach Angaben eines Behördensprechers wurden mindestens 25 Tote geborgen. Innenminister Rehman Malik berichtete, mindestens fünf Passagiere hätten verletzt gerettet werden können.

Zehn Jahre alte Maschine

Auf dem Benazir-Bhutto-Flughafen in Islamabad versammelten sich hunderte verzweifelte Angehörige in der Hoffnung auf Informationen über das Schicksal von Passagieren und Besatzung. Airblue-Sprecher Raheel Ahmed sagte, die Unglücksursache werde untersucht werden, doch zunächst habe die Suche nach Überlebenden Vorrang. Von technischen Problemen mit der Maschine sei nichts bekannt; auch hätten die Piloten seines Wissens keinen Notruf abgesetzt.

Der Airbus A321 war nach Angaben des Herstellers in Toulouse zehn Jahre alt und flog seit 2006 für Airblue. Die Fluglinie mit Sitz in Karachi existiert seit 2004. Seither wurde nur ein einziger, glimpflich verlaufener Zwischenfall bekannt: Im Mai 2008 kam es in Quetta zu einem sogenannten Tailstrike (Aufschlag des Flugzeughecks auf der Rollbahn). Niemand wurde verletzt, der Sachschaden war geringfügig.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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