Flugzeug mit 18 Menschen abgestürzt

Jakarta - Ein Flugzeug verschwindet vom Radar, dann wird es heil im Dschungel entdeckt: Ob die 18 Menschen an Bord überlebt haben, ist aber unklar. Das Gelände ist unwegsam, die Retter kommen kaum voran.

Ein Flugzeug mit 18 Menschen an Bord ist in Indonesien verunglückt. Aus der Luft wurde die Maschine am Donnerstag scheinbar intakt in einem dichten Dschungel auf der Insel Sumatra gesichtet. Das Schicksal der Insassen blieb aber zunächst ungewiss. “Wir können noch nicht sagen, ob jemand überlebt hat“, sagte der Direktor für Luftfahrt im Transportministerium, Herry Bhakti.

Am Flughafen der Stadt Medan versammelten sich bangende Angehörige. “Mein Schwiegersohn und meine beiden Enkel waren an Bord“, sagte ein Frau dem Nachrichtenportal detik.com. An Bord waren vier Kinder und 14 erwachsene Indonesier.

“Die Maschine ist 26 Meilen hinter Medan verunglückt“, sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Bambang Ervan - das entspricht gut 40 Kilometern. Doch schafften es die Retter in den ersten zwölf Stunden nicht, bis zur Absturzstelle vorzudringen. Die Maschine wurden aus der Luft in den Bergen von Bohorok entdeckt. Sie schien intakt, sagte der Sprecher, die Tragflächen waren nicht abgebrochen. Das Gebiet ist aber nach Angaben der Rettungsmannschaften unzugänglich. “Da ist dichter Wald, und niemand der Anwohner hat die Maschine runterkommen sehen“, sagte ein Helfer im Fernsehen.

Die Maschine vom Typ CASA C-212 der Fluggesellschaft Nusantara Buana Air war am Morgen in Medan in Richtung Kutacane in der Provinz Aceh rund eine Flugstunde weiter westlich gestartet. Sie verschwand nach einer halben Stunde von den Radarschirmen. Der Pilot habe ein Notsignal ausgesandt, teilte das Transportministerium mit. Die Maschine war Jahrgang 1989 und war nach Angaben der Fluggesellschaft erst im September gewartet worden.

Innerhalb von vier Wochen sind damit in Indonesien drei Kleinflugzeuge verunglückt. Am 22. September stürzte eine Frachtmaschine in der Provinz Papua ab. Dabei starben der Pilot und zwei Passagiere. Keine zwei Wochen zuvor verunglückten zwei Piloten in derselben Region tödlich.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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