Flugzeugunglück von San Francisco

Opfer der Bruchlandung ziehen vor Gericht

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Die Boeing 777 touchierte beim Landeanflug eine Beghrenzungsmauer und ging in Flammen auf.

Chicago - Gut eine Woche nach der Bruchlandung einer Passagiermaschine in San Francisco mit drei Toten bereiten nun 83 Insassen eine Sammelklage vor.

Die Opfer wollen gegen gegen den Hersteller Boeing und die Fluggesellschaft Asiana vor Gericht ziehen. Zudem wollen sie auch Zulieferfirmen verklagen, deren defekte Teile die missglückte Landung möglicherweise mit verursacht haben, wie die in Chicago ansässige Großkanzlei Ribbeck Law Chartered am Montag (Ortszeit) mitteilte.

Im Blickpunkt steht dabei besonders die automatische Geschwindigkeitskontrolle, der sogenannte Autothrottle. Der Schubregler hat nach ersten Aussagen der Piloten nicht richtig funktioniert. Zudem hatten Crewmitglieder berichtet, dass sich nach der Bruchlandung am 6. Juli zwei der acht aufblasbaren Notfallrutschen nicht nach außen entfaltet haben, sondern ins Flugzeuginnere.

Die Kanzlei reichte zur Vorbereitung ihrer Klageschriften mehrere Beweissicherungsanträge beim County Circuit Court in Chicago ein. Anwältin Monica R. Kelly erklärte dazu, es gehe darum, die Unfallursache zu klären, auch um ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhüten.

Auch in San Francisco reichte eine Passagierin Klage bei einem Bundesgericht ein. Younga Jun Machorro und ihr achtjähriger Sohn Benjamin erklärten laut „San Francisco Chronicle“, die südkoreanische Fluggesellschaft Asiana habe „bewusst und willentlich“ die Sicherheit der Passagiere aufs Spiel gesetzt.

Bruchlandung in San Francisco: Drei Tote

Boeing-Bruchlandung in San Francisco: Drei Tote

Die Bruchlandung der Maschine mit 307 Fluggästen an Bord hatte drei chinesische Mädchen im Teenageralter das Leben gekostet. Eines wurde von einem Feuerwehrauto überfahren. Die Maschine hatte die Landebahn nach ersten Ermittlungen viel zu langsam und zu tief angeflogen. Beim Aufschlag brach das Heck ab und das Flugzeug fing Feuer.

Der auf der Boeing 777 unerfahrene Pilot und sein Ausbildungspilot hatten den Fehler beim Anflug zu spät bemerkt. Ob es sich um menschliches Versagen oder einen technischen Fehler handelte, ist bislang jedoch unklar.

Die insgesamt vier Piloten, die an Bord waren, sind am Wochenende nach Südkorea zurückgekehrt. Alle werden in einer Klinik wegen traumatischer Belastungen und anderer Verletzungen behandelt, wie das Transportministerium in Seoul mitteilte.

AP

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