Er wollte zu seinen Kameraden

Franzose wird in KZ-Gedenkstätte beigesetzt

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Das Stollensystem der KZ-Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge.

Halberstadt - Die Asche eines französischen Widerstandskämpfers wird auf dem Gelände eines früheren NS-Konzentrationslagers in Sachsen-Anhalt beigesetzt, wo der Mann inhaftiert war.

Der im Alter von 91 Jahren verstorbene Louis Bertrand habe zu Lebzeiten den Wunsch geäußert, nahe seiner in einem Massengrab des Lagers Langenstein-Zwieberge bei Halberstadt beerdigten Kameraden zu ruhen, sagte der Sohn des Toten am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Die Familie setzte sich dafür ein, dass nahe des Massengrabs eine Fläche für die sterblichen Überreste von früheren Deportierten eingerichtet wird. Der im vergangenen Sommer verstorbene Louis Bertrand wird nun am Freitag in kleinem Kreis als erster früherer Lagerhäftling dort beigesetzt.

Bertrand hatte 1941 zusammen mit Gleichgesinnten eine Widerstandsgruppe gegründet. Er wurde 1944 von den Nazis gefasst und zunächst in das KZ Buchenwald deportiert. Von dort wurde er in das KZ Langenstein-Zwieberge gebracht, ein Außenlager von Buchenwald. Er überlebte die Gefangenschaft und die Todesmärsche, mit denen die Nazis Konzentrationslager räumten, und wurde schließlich im April 1945 von der US-Armee befreit. Auf dem Geländes des früheren KZ Langenstein-Zwieberge im Harz befindet sich heute eine Gedenkstätte.

AFP

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