Frau stirbt bei mutmaßlicher Teufelsaustreibung in Hotelzimmer

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Blick auf das Hotel Intercontinental in Frankfurt am Main: In einem der Hotelzimmer wurde die Leiche einer Frau gefunden worden, die das Opfer einer Teufelsaustreibung geworden sein soll. Foto: Frank Rumpenhorst

In einem Hotelzimmer stirbt eine 44 Jahre alte Frau. Ihr Körper ist von Hämatomen übersät. War es das grausige Werk von Exorzisten?

Frankfurt/Main (dpa) - In einem Frankfurter Hotelzimmer ist die Leiche einer Frau gefunden worden, die das Opfer einer Teufelsaustreibung geworden sein soll. Fünf Menschen wurden festgenommen.

Sie sollen die 41-Jährige über Stunden hinweg an ein Bett gefesselt und geschlagen haben, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Ein Ermittlungsrichter erließ Haftbefehl gegen eine 44 Jahre alte Frau, ihren 21 Jahre alten Sohn, ihre 19 Jahre alte Tochter und zwei 15 Jahre alte Jungen.

Nach ersten Ermittlungen sollen die fünf der vermeintlich von Dämonen besessenen 41-Jährigen am vergangenen Samstag immer wieder auf den Bauch und den Brustkorb geschlagen haben. Um die Schreie der Frau zu unterdrücken, stopften sie ihr ein Handtuch in den Mund. Wie die Obduktion ergab, erstickte die Frau. Ihr Körper war von Hämatomen übersät. Ob die Tat möglicherweise auf Verlangen geschah, war nach Darstellung der Staatsanwaltschaft zunächst unklar.

Einer der beiden 15-Jährigen soll der Sohn der toten Frau sein. Alle fünf Verdächtigen sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Welcher Religion sie und das Opfer angehören, war zunächst unklar. Die 44-Jährige habe bei ihrer Vernehmung von Exorzismus berichtet. Ob Kultgegenstände im Zimmer des Hotels gefunden wurden, war zunächst nicht bekannt.

Bei den Ermittlungen fanden die Behörden ein mögliches zweites Opfer. In einem Haus im hessischen Sulzbach entdeckten sie eine verletzte Frau. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war sie unterkühlt und dem Verdursten nahe. Das Haus hatten die mutmaßlichen Exorzisten gemietet, sie wohnten dort aber nur sporadisch. Nähere Angaben zu der Verletzten aus Sulzbach lagen zunächst nicht vor.

Presseinformation der Staatsanwaltschaft (pdf)

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