Fußballstreit-Mörder wieder in Deutschland

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Der mutmaßliche WM-Killer, der im Streit über die Fußball-WM zwei Italiener erschoss, ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Er flüchtete nach Mallorca und stellte sich dort den Behörden.

Hannover - Der Doppelmörder, der in Hannover nach einem Streit über Fußball zwei Mitarbeiter italienischer Restaurants erschossen hat, ist von Spanien nach Deutschland ausgeliefert worden.

Die spanischen Behörden haben einen mutmaßlichen Doppelmörder aus Hannover ausgeliefert, der nach einem Streit um die Fußball-WM zwei Italiener getötet haben soll. “Der 42-Jährige ist am Donnerstagabend in Begleitung von drei Polizeibeamten mit einem Flugzeug aus Madrid in Hannover gelandet“, sagte am Freitag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Irene Silinger. Sie bestätigte einen Bericht der “Bild“. Der Frührentner soll Anfang Juli in einer Kneipe nach einem Streit um Fußball zwei Italiener getötet haben - dabei ging es um die Anzahl der WM-Titel von Deutschland und Italien.

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Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte der Tatverdächtige nach dem Streit mit den beiden Italienern die Kneipe im Rotlichtviertel Hannovers zunächst verlassen, um Geld abzuheben. Eine Überwachungskamera hatte dabei Aufnahmen von dem Mann gemacht. Kurze Zeit später kam er in das Lokal zurück und streckte seine beiden Opfer mit Kopfschüssen nieder. Während ein 47 Jahre alter Koch kurz nach der Tat starb, erlag sein 49 Jahre alter Landsmann, ein Pizzabäcker, Stunden später in einer Klinik seinen Verletzungen. Die Ermittler entdeckten die Tatwaffe nur wenige Meter vom Tatort entfernt in einem Müllcontainer.

Noch am selben Tag flüchtete der 42-Jährige nach Mallorca und versteckte sich in der Wohnung seines Stiefvaters in Palma. Tags darauf konnte dieser ihn dazu überreden, zur Polizei zu gehen. Einem Untersuchungsrichter auf der Ferieninsel soll er die Tat gestanden haben. Obwohl der Frührentner mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurde, verzögerte sich die Auslieferung. Erst gab es Probleme bei der Übermittlung der Unterlagen nach Spanien. Später wurde bekannt, dass der Mann sich zunächst wegen Straftaten in Spanien verantworten sollte. 

dpa

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