Gefängnismeuterei in Mexiko fordert Tote

Mexiko-Stadt - Nach Massenausschreitungen in einem mexikanischen Gefängnis gibt es Tote und Verletzte zu beklagen. Die Tragödie ereignete sich im Grenzgebiet zu den USA. 

Bei einer Meuterei sind in einem mexikanischen Gefängnis mindestens 17 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Das teilte am Dienstag die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua mit. Nach Angaben eines Behördensprechers war es in der Haftanstalt von Ciudad Juárez am Montagabend zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, die bis zum frühen Dienstagmorgen andauerten. Die Gefangenen seien mit selbst gebastelten Schuss- und Stichwaffen aufeinander losgegangen.

Die Behörden hatten ersten Zeitungsberichten zufolge zunächst vermutet, mit der Meuterei sei eine Massenflucht vorbereitet worden. Diese Variante wies der Sprecher aber zurück. Er sagte vielmehr: “Alles deutet darauf hin, dass es darum ging, einige der Insassen zu töten.“ Im Stadtgefängnis (Cereso Municipal) von Ciudad Juárez sitzen bis zu 3000 Gefangene ein. Am Dienstagmorgen war die Lage den Angaben zufolge wieder unter Kontrolle. Meutereien und Gewaltakte mit Toten sind in mexikanischen Gefängnissen keine Seltenheit.

dpa

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