Geständnis nach brutaler U-Bahn-Attacke

Berlin - Nach der brutalen Gewaltattacke auf ein junges Paar in einer Berliner U-Bahn haben ein 17-Jähriger und ein 20-Jähriger ein Geständnis abgelegt.

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Aus Sicht der Polizei ist der Fall damit aufgeklärt. Wie ein Sprecher am Donnerstag sagte, soll der Jüngere in der Nacht zum Samstag einen 21-jährigen Fahrgast in der Linie 6 krankenhausreif geschlagen haben. Der zweite mutmaßliche Täter habe die 20 Jahre alte Freundin des Opfers gegen die Waggonwand geschubst. Sechs Begleiter der Angreifer wurden demnach nicht selbst gewalttätig. Der Attacke sei ein Wortwechsel vorangegangen.

Den Durchbruch bei den Ermittlungen brachte die Vernehmung von vier Jugendlichen, die sich am Dienstagabend der Polizei gestellt hatten. Durch ihre Aussagen konnten die Ermittler die zwei Hauptverdächtigen dingfest machen und den Verlauf der Tat aufklären. Demnach hatten die Jugendlichen die 20-jährige Frau am Bahnhof Leopoldplatz im Stadtteil Wedding nach einem Taschentuch gefragt. Als diese verneinte, eskalierte die Situation: Der Mann bekam Faustschläge ins Gesicht und brach sich das Nasenbein. Seine Begleiterin wurde ebenfalls verletzt. Beide konnten den Zug an einer Bahnstation verlassen und Hilfe rufen.

Die Polizei widersprach ersten Berichten, nach denen mehrere Fahrgäste die Tat gesehen hätten, aber nicht eingeschritten seien. “Das war offensichtlich nicht so“, sagte der Sprecher. Immer wieder war es in den vergangenen Monaten in Berliner U- und S-Bahnen zu gewalttätigen Übergriffen gekommen. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt.

dpa

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