"Gorch Fock" wird wieder in See stechen

Berlin - Die "Gorch Fock" wird weitersegeln - mit neuem Ausbildungskonzept und neuem Kapitän. Dafür seien am Mittwoch die "richtigen Weichen" gestellt worden. Wann das Schiff voraussichtlich wieder in See sticht:

Im Verteidigungsausschuss des Bundestags gab es am Mittwoch breite Unterstützung für entsprechende Pläne des Verteidigungsministeriums. “Für einen Neuanfang sind die richtigen Weichen gestellt“, sagte der CDU/CSU-Ausschussobmann Ernst-Reinhard Beck der Nachrichtenagentur dpa. Nur die Linke sprach sich gegen einen Fortbestand des Dreimasters als Ausbildungsschiff der Marine aus.

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Gorch-Fock-Affäre bald beendet

Zuvor hatte Marineinspekteur Axel Schimpf den Abgeordneten den Abschlussbericht des Ministeriums zur “Gorch Fock“-Affäre vorgelegt, die durch den tödlichen Unfall einer Kadettin ausgelöst worden war. Am 7. November vergangenen Jahres war die 25 Jahre alte Frau am zweiten Tag ihrer Segelvorausbildung im brasilianischen Hafen Salvador da Bahia erschöpft aus der Takelage auf das Deck gestürzt.

Die Marine brach erstmals die Ausbildung auf dem Dreimaster ab, wenige Wochen später wurden schwere Vorwürfe laut. Es ging um Schikane, sexuelle Belästigung und unwürdige Rituale an Bord. Auch der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wurde durch die Affäre schwer belastet.

Der abgesetzte Kapitän Norbert Schatz wird nicht auf das Schiff zurückkehren. Noch im Sommer wird eine Kommission ein neues Ausbildungskonzept vorlegen. Anschließend kann die “Gorch Fock“ wieder in See stechen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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