Anonymer Hassbrief in Düsseldorf

Hetze gegen Griechen-Restaurant: Empörung im Netz

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Diesen gemeinen Brief schickte ein Unbekannter an ein giechisches Familenrestaurant.

Düsseldorf - Ein griechisches Familienrestaurant wird in einem anonymen Brief wegen der Schuldenkrise beschimpft. Im Netz erfahren die Betreiber viel Sympathie.

Ein Unbekannter hat den Betreibern eines griechischen Familienrestaurants in Düsseldorf einen anonymen Hassbrief geschrieben. Das mit Fehlern gespickte Schreiben beginnt mit den Worten: „EURE neue griechische Regierung ist dreist, unverschämt und tritt auf wie eine Horde von ungehobelten und manierenlosen Pennern.“ Nun muss man die griechische Regierung um Alexis Tsipras nicht unbedingt mögen, doch der Verfasser bezeichnet die Betreiberfamilie Doras und alle Griechen als faul: „In der Sonne liegen ist doch viel bequemer, insbesondere wenn andere dafür aufkommen....So geht es nicht !!“

Betreiberfamilie ist seit mehr als 30 Jahren in Deutschland

Das Schreiben hat die Betreiberfamilie hart getroffen. Schon seit 1983 führen sie das Restaurant. Christina-Maria Dora (26) ist schon die dritte Generation, die in dem Betrieb arbeitet. „Schade, dass es so etwas gibt“ sagte sie RP-Online. Sie entschied sich, mit dem Brief an die Öffentlichkeit zu gehen. Auf der Facebook-Seite des Restaurants postete sie das Schreiben verbunden mit einer Erklärung und einer Bitte: „Es ist nur schade, sich nach 31 Jahren unwillkommen zu fühlen. Wir würden uns freuen, wenn Freunde der Griechen dieses respektlose Verhalten nicht unterstützen und wir gemeinsam gegen das Hetzen der Griechen sprechen.“

Symphatiewelle aus dem Netz

Der Post wurde tausendfach geteilt, innerhalb eines Tages mehr als 5000 Mal. Die meisten Kommentatoren drücken ihre Empörung über den Brief aus. Einige entschuldigen sich sogar bei Familie Doras („Ich kann mich nur in aller Form für diese geistig offenbar nicht gereifte Person entschuldigen“). Die Doras‘ freuen sich über die Unterstützung: „Liebe Freunde, wir sind überwältigt“, posteten sie später auf ihrer Facebook-Seite.

Der fiese Brief

LKU

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