Großwildjäger gegen Stofftiger

London - Die Großwildjäger boten alles auf, was sie konnten: Hubschrauber, Wärmebildkameras, Narkosegewehr. Doch der weiße Tiger, der die Menschen in Südengland in Atem hielt, entpuppte sich als Stofftier.

Das vermeintlich gefährliche Raubtier, auf das am Samstag ganze Einsatzstaffeln in der Nähe von Southampton Jagd gemacht hatten, musste dann auch gar nicht erlegt werden: Ein Windstoß ließ es umkippen.

Besorgte Bürger hatten die Polizei alarmiert, als die vermeintliche Wildkatze aufgetaucht war. Bewaffnete Polizisten rückten aus, evakuierten einen nahe gelegenen Golfplatz und wollten schon eine Autobahn vorsorglich sperren, falls das "Tier" zu nahe käme.

Als sich Polizisten dem Tiger ganz vorsichtig näher schlichen, bemerkten sie, dass er sich gar nicht bewegt. Auch die Wärmebildkameras der Hubschrauberbesatzung meldeten kein Anzeichen für ein lebendiges Wesen. "Es kommt nicht oft vor, dass unsere Leute nach einem Einsatz ein Lächeln auf den Lippen haben", teilte die Polizei mit. Wie der Stofftiger auf das Feld gelangte, war noch nicht geklärt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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