Guttenberg: Kein Kahlschlag bei Bundeswehr-Standorten

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Der Bundeswehrstandort Schneeberg war im März 2008 geschlossen worden.

Berlin - Städte und Gemeinden mit Truppenstandorten müssen nach der Bundeswehr-Reform offenbar nicht mit radikalen Einbrüchen rechnen.

“Die Entscheidungen über die Standorte fallen nicht vor Mitte nächsten Jahres. Aber ich kann heute schon sagen: Es wird keinen Kahlschlag geben“, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg der “Bild am Sonntag“.

Die Angst vor Standortschließungen steht unausgesprochen hinter den Forderungen zahlreicher Landesminister, die Wehrpflicht nicht auszusetzen. So macht sich der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) laut “Welt“ für die Weiterentwicklung der Wehrpflicht zu einer “Heimatschutzpflicht“ stark. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte der “Mainzer Allgemeinen Zeitung“, er fürchte, dass die Reform nur “unter dem Gesichtspunkt Sparen betrieben“ werde. Auch der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) warnte vor Streichungen. Die Bundeswehr müsse in der Fläche sichtbar vertreten bleiben, sagte er der “Passauer Neuen Presse“ und riet, Standorte nicht zu schließen, sondern zu verkleinern. Guttenberg betonte, es gebe Einrichtungen, die für die Attraktivität der Bundeswehr in der Zukunft von großer Bedeutung seien. Als Beispiele nannte er Krankenhäuser und Universitäten.

apn

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