Er trickste sich in die Freiheit

Häftling nach cleverer Flucht wieder im Knast

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Ein Hinweisschild an der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Dresden

Dresden - Ein 32-Jähriger hatte sich vor rund drei Wochen in der JVA Dresden ganz dreist in die Freiheit getrickst. Doch die spektakuläre Flucht endete nun dort, wo sie begann: hinter Gittern.

Kurze Freiheit: Ein vor rund drei Wochen mit Hilfe eines Tricks aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Dresden entwischter Straftäter ist gefasst. Der 32-Jährige wurde vergangenen Freitag in Budapest festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mit. Der Ungar, dem am 15. Mai eine spektakuläre Flucht gelang, soll so schnell wie möglich nach Deutschland ausgeliefert werden. Der Mann hatte die Ähnlichkeit zu seinem Zellnachbarn und eine Sicherheitslücke genutzt - die Identitätsprüfung per Foto. Nach ihm war mit Europäischem Haftbefehl gefahndet worden.

Der Geflohene saß wegen Diebstahls, zudem lag noch ein neuer Haftbefehl wegen Menschenhandels gegen ihn vor. Er soll eine junge Frau nach Deutschland verschleppt und sie zur Prostitution gezwungen haben. Der Mann täuschte bei seinem Ausbruch mehrere Vollzugsbeamte, indem er vorgab, ein Mithäftling zu sein, der an dem Tag entlassen werden sollte. Die beiden Männer sahen sich sehr ähnlich. Die Beamten hatten nur einen Fotoausdruck aus dem Computer.

Unklar ist nach wie vor, ob der Deal abgesprochen war. „Die Ermittlungen laufen noch“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Lorenz Haase. Auch gegen den Mithäftling werde ermittelt, wegen Gefangenenbefreiung und Strafvereitelung. Der 22 Jahre alte Tscheche war kurz nach dem Coup entlassen worden.

dpa

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