Häftling in USA mit Tier-Narkosemittel hingerichtet

Washington - In den USA ist ein Mörder mit einem Mittel zum Einschläfern von Tieren hingerichtet worden. Der 58-jährige John David Duty starb durch einen Gift-“Cocktail“.

Der Cocktail enthielt auch Pentobarbital, berichteten US-Medien. Es sei vermutlich das erste Mal, das der Wirkstoff bei einer Exekution eingesetzt wurde. Die Behörden mussten darauf zurückgreifen, weil ein anderes Hinrichtungs-Gift knapp geworden ist. Ein Bezirksrichter hatte die Exekution mit dem Betäubungsmittel Ende November genehmigt. Er war der Argumentation des Bundesstaates gefolgt, dass Pentobarbital “ein ideales Mittel für das humane Einschläfern von Tieren“ sei.

Letzte Worte aus der Todeszelle

Letzte Worte aus der Todeszelle

Es sei somit dem rar gewordenen Natrium-Thiopental ähnlich, das bei Exekutionen zuerst verabreicht wird, um den Todeskandidaten bewusstlos zu machen. Zwei darauf injizierte Mittel führen dann zur Lähmung und schließlich zum Herzstillstand. Anwälte von Todeskandidaten in Oklahoma hatten gegen den Einsatz des Tier-Betäubungsmittels protestiert und argumentiert, der Staat dürfe keine unerprobten Substanzen verwenden. Laut Verfassung seien Häftlinge vor grausamer oder ungewöhnlicher Strafe geschützt. Pentobarbital sei noch nie bei Exekutionen benutzt worden. Der Staat führte dagegen an, dass das Mittel auch schon eingesetzt worden sei, um menschliche Patienten im Krankenhaus in ein Koma zu versetzen. Duty hatte 2001 einen 22 Jahre alten Zellengenossen umgebracht. Der 58-Jährige war 1978 wegen Vergewaltigung, Raub und einen Mordversuch zu dreifach lebenslänglicher Haftstrafe verurteilt worden.

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