Hantavirus: Deutsche Touristen untersucht

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Im Yosemite-Nationalpark könnten sich die Besucher infiziert haben.

Berlin - Sie wollten eigentlich nur die Natur genießen. Nun werden 200 deutsche Gäste des kalifornischen Yosemite-Nationalparks auf eine Infektion mit lebensbedrohlichen Hantaviren untersucht.

Wie eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Montag in Berlin mitteilte, waren sie in dem Nationalpark auf einem Campingplatz gewesen, seit das Virus dort im Juli das erste Mal aufgetaucht war.

„Natürlich können auch Deutsche betroffen sein“, sagte die Institutssprecherin. Die Touristen werden nun von den zuständigen Gesundheitsämtern untersucht. Bisher sei jedoch keine Infektion bekannt geworden. Die Ansteckungsgefahr sei zwar sehr gering, doch sie könne potenziell lebensbedrohlich sein, sagte die Sprecherin. Drei US-Amerikaner sind seit Ende August an dem Erreger gestorben.

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Die amerikanische Behörde zur Bekämpfung von Krankheiten (CDC - Centers for Disease Control and Prevention) erweiterte eine Warnung auf das gesamte Parkgebiet, nachdem ein erster Infektionsfall außerhalb des Campingplatzes bekannt geworden war. Wie viele Deutsche seit dem ersten Todesfall Ende August insgesamt im Nationalpark unterwegs waren, ist laut RKI unklar.

Symptome und Beschwerden treten in der Regel zwischen einer Woche und sieben Wochen nach der Infektion mit dem Erreger auf. Frühe Symptome sind fast immer Müdigkeit, Fieber und Muskelschmerzen. Vier bis zehn Tage nach der ersten Phase der Krankheit können nach RKI-Angaben unter anderem Husten und Kurzatmigkeit auftreten.

Der Virustyp aus dem Yosemite ist wesentlich lebensbedrohlicher als die Hantaviren, die in Deutschland vorkommen. Das Hantavirus wird über den Kot von Nagetieren, vor allem von Mäusen, verbreitet. Der Mensch nimmt den Erreger über die Atemluft auf.

dpa

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