China: Heimbewohner als Sklaven verkauft

Peking - Der Leiter eines Heims in Südwestchina hat geistig Behinderte als Sklaven an eine Fabrik verkauft. Die Betroffenen mussten in einer Fabrik für Baumaterialen schuften.

Wie chinesische Medien am Dienstag berichteten, wurde Zeng Lingquan unter dem Vorwurf festgenommen worden, elf Bewohner seines “Selbsthilfezentrums“ im Kreis Quxian in der Provinz Sichuan an eine Fabrik für Baumaterialien in der fernen Region Xinjiang in Nordwestchina verkauft zu haben.

Die Polizei reagierte auf einen Pressebericht der “Xinjiang Dushibao“, dass die Fabrik im Kreis Toksun offensichtlich geistig behinderte Arbeiter einsetze. Fabrikdirektor Li Xinglin glaubte, für eine Umweltgeschichte interviewt zu werden, und berichtete nebenbei, dass die Arbeiter von dem Heim in Sichuan stammten. Das Zentrum in Quxian war als Obdachlosenheim gegründet worden und auch als “Adoptionsagentur“ für geistig und körperlich Behinderte bekannt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

dpa

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