Höhlendrama: Regen könnte Rettung behindern

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Helfer aus der Schweiz auf dem Weg zur Höhle.

Marktschellenberg - Jetzt kommt es auch noch auf das Wetter an. Sollte es stärker regnen, könnte dies die Rettung und Bergung des Forschers aus der Höhle bei Berchtesgaden verzögern.

Bei den Bemühungen zur Rettung des in rund 1000 Meter Tiefe gefangenen Höhlenforschers spielt der Wetterbericht eine immer größere Rolle. Die Helfer, die seit Tagen die Bergung aus der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden vorbereiten, hoffen, dass der für Donnerstag erwartete Regen die Arbeiten nicht verzögert.

Regen könnte Teilstrecken in der Höhle zeitweise unpassierbar machen. Läuft dagegen alles glatt, könnte der Forscher auf eine Rettung binnen einer Woche hoffen - sofern ein Arzt ihn für transportfähig erklärt.

Am Dienstag startete zusammen mit drei Schweizer Höhlenrettern erneut ein Arzt zu dem Verunglückten. Der Zustand des Verletzten aus Baden-Württemberg scheint besser zu sein als zunächst befürchtet. Der Arzt sollte am Mittwochmorgen bei dem 52-Jährigen eintreffen. Wenn der Arzt zustimmt, kann der Transport des Patienten beginnen.

Die Helfer hoffen, dass sie mit dem Verletzten jeden Tag eines der fünf extra für die Rettung eingerichteten Biwaks erreichen können. Die Bergung aus dem dunklen und teilweise sehr engen Schacht dürfte extrem schwierig werden. Der Mann muss dazu nicht ausschließlich liegend transportiert werden. Unklar ist, ob er in der Lage ist, schwierige Engstellen und Seilpassagen eigenständig zu passieren.

Inzwischen sind auch 16 sehr erfahrene italienische Höhlenretter eingetroffen. Noch am Dienstagabend machten sich die ersten sechs von ihnen für den Einstieg in die Höhle bereit. Zunächst sollte ein Dreierteam starten, um die Schweizer in der Tiefe zu unterstützen und zusätzliche Ausbaumaßnahme vorzunehmen, wie Bergwachtsprecher Klemens Reindl sagte. „Es geht darum, weiteres Sicherungsmaterial hineinzubringen.“ Etwa sollen Metallstifte an glitschigen Stellen eingeschlagen und die Höhle mit weiteren Seilen gesichert werden.

Der Höhlenforscher war am frühen Sonntag mit zwei Begleitern in rund 1000 Metern Tiefe in der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands unterwegs, als es gegen 01.30 Uhr plötzlich zu einem Steinschlag kam. Dabei wurde er am Kopf schwer verletzt.

Die Riesending-Schachthöhle besteht aus einem gigantischen Gangsystem mit einer Länge von 19,2 Kilometern und ist 1148 Meter tief.

dpa

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