46-Jähriger bricht sein Schweigen

Tatverdächtiger von Höxter: "Ich bin kein Monster"

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Auf diesem Hof sollen sich die Misshandlungen abgespielt haben.

Höxter - Er soll mit seiner Ex Frauen in die Liebesfalle gelockt und sie dann schwer misshandelt haben. Für mindestens zwei Frauen endete der Flirt mit dem Tod. Nun bricht der Tatverdächtige sein Schweigen.

Gemeinsam mit seiner Ex-Frau soll Wilfried W. mindestens zwei Frauen per Kontaktanzeige auf seinen Hof in Höxter gelockt haben. Dort kam es zu schweren Misshandlungen, die diese beiden Frauen nicht überlebten. Mittlerweile sitzt der 46-Jährige in Untersuchungshaft. Nun äußerte er sich zum ersten Mal zur Tat - und gab sich harmlos: "Ich bin kein Monster", soll er laut Bild gegenüber seinem Anwalt gesagt haben.

Stattdessen schob er seiner Ex die Hauptschuld in die Schuhe. So sei sie die treibende Kraft bei den Misshandlungen gewesen. "Manchmal hat mich ihre Brutalität erschreckt”, so der 46-Jährige. Die ehemalige Lebensgefährtin (47) erzählt allerdings eine andere Geschichte. Sie nämlich gibt an, die Frauen aus Angst gequält zu haben. "Ich befürchtete, dass er sonst wieder auf mich los geht", sagte sie der Polizei.

Die Opfer hatten die beiden über Kontaktanzeigen auf den Hof gelockt. Seinem Anwalt erzählte Wilfried W., er sei so mit 500 Frauen in Kontakt getreten, von denen er zwischen 30 und 50 einen Besuch abgestattet und mit einigen sogar Geschlechtsverkehr gehabt habe. Zu seinen Dates soll ihn seine Ex gefahren haben, er selbst habe nämlich keinen Führerschein.

Paar aus Höxter soll Opfer zerstückelt und verbrannt haben

Dem Verteidiger schilderte er außerdem unglaubliche Szenen, die sich auf dem Gehöft in Höxter abgespielt haben sollen. So habe seine Ex angeblich ein Opfer die Toilette mit einer Zahnbürste schrubben lassen, bevor sich dieses dann die Zähne mit der Bürste putzen musste. Eine andere Frau habe sie in einem Schweinestall angekettet - obwohl diese große Angst vor den Tieren gehabt hätte. Dass seine Ex ihm die Hauptschuld gibt, will der mutmaßliche Täter nicht akzeptieren. "Jetzt behauptet sie, sie habe diese Quälereien aus Angst vor mir begangen. Das ist Quatsch."

Bei den Opfern des Paares handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 33 und 41 Jahren. Die Ermittler befürchten, dass noch weitere Frauen in dem Gebäude gequält wurden, die 40-köpfige Mordkommission "Bosseborn" ermittelt. Erst kürzlich hatte ein Frau, die ebenfalls in Kontakt mit Wilfried W. stand, Einblick in einen gruseligen Chat-Verlauf gegeben, den sie mit ihm geführt hatte.

tz

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