"Mini-Wunder"

Hubschrauber muss auf dem Hudson notlanden

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Die fünf Insassen wurden unter anderem mit Hilfe von Seglern, die zufällig in der Nähe waren, ans Ufer gebracht.

New York - Es war zwar kein Airbus, der da mitten auf dem Hudson in New York notwasserte. Aber der Pilot hat doch eine Meisterleistung vollbracht, als der Motor seines Hubschraubers ausfiel.

Kleines Wunder auf dem Hudson: Dem Piloten eines New Yorker Touristenhubschraubers ist eine Notlandung geglückt, nachdem mitten über Manhattan der Motor ausgefallen war. Niemand an Bord wurde verletzt - auch dank einiger Segler und Motorbootfahrer, die sofort zu Hilfe eilten. Der Pilot und vier Touristen aus Schweden, zwei von ihnen Kinder, kamen mit dem Schrecken davon.

Der Hubschrauber war Augenzeugenberichten zufolge für zwölf Minuten in der Luft, als er plötzlich rasch an Höhe verlor und dann mit einem großen Platsch im Hudson River aufsetzte. Offenbar war der Motor ausgefallen. Dank der Schwimmer an den Kufen hielt sich die Maschine über Wasser.

Hubschrauber muss auf dem Hudson notlanden

Hubschrauber muss auf dem Hudson notlanden

Noch vor der Feuerwehr waren Wassersportler da, um die vier Schweden und den Piloten aufzunehmen. Die fünf kamen vorsorglich ins Krankenhaus, es ging aber allen - den Umständen entsprechend - gut.

„Der Pilot hat seine Sache großartig gemacht, wenn man bedenkt, dass sein Motor nicht mehr funktioniert hat“, sagte der Vizechef von New Yorks Feuerwehr, Thomas McKavanagh, den „New York Daily News“. Unklar war allerdings am Tag nach dem Unglück noch, wie es überhaupt zu dem Notfall kommen konnte.

Der Hubschrauber ist eine Bell 206. Das Grundmodell des „Jetranger“ ist schon mehr als 50 Jahre alt, wurde aber laufend modernisiert und mehr als 6000 Mal gebaut. Der „VW Golf der Lüfte“ gilt als erfolgreichster Zivilhubschrauber der Luftfahrtgeschichte.

Der Vorfall weckt Erinnerungen an das „Wunder vom Hudson“ 2009. Damals musste ein Pilot einen Airbus A320 im Hudson River notlanden, nachdem Vögel in die Triebwerke geraten waren. Alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück. Der Pilot Chesley „Sully“ Sullenberger wurde anschließend als Held gefeiert.

In Manhattan sind wegen der Vereinten Nationen, Geschäftsreisender und vor allem Touristen Hubschrauber unterwegs wie anderswo Stadtbusse. Immer wieder kommt es auch zu Unglücken. Im Oktober 2011 starben zwei Frauen, nachdem ein Touristenhubschrauber, auch ein „Jetranger“, in den East River gestürzt war. Zwei Jahre zuvor waren ein Flugzeug und ein Touristenhubschrauber zusammengestoßen. Alle acht Menschen starben.

dpa

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