Indien: Mega-Stromausfall und schlimmes Zugunglück

Neu-Delhi - Indien ist innerhalb weniger Stunden zwei Mal von schweren Zwischenfällen heimgesucht worden. Im Norden gab es einen weitreichenden Stromausfall, im Süden ein schreckliches Zugunglück.

Der Norden Indiens ist am Montag vom folgenschwersten Stromausfall seit elf Jahren getroffen worden. Nach Angaben des Vorsitzenden des staatlichen Energieunternehmens Power Corporation, Avinash Awasthi, gingen in der Hauptstadt Neu-Delhi und acht Unionsländern wegen einer Netzüberlastung die Lichter aus.

Hunderttausende von Berufspendlern strandeten in Zügen. In Krankenhäusern und Notdiensten wurde auf Dieselgeneratoren umgestellt. Awasthi sagte, es könnte bis zu zwölf Stunden dauern, die Stromversorgung flächendeckend wiederherzustellen. Nach seinen Worten wurde der Blackout ausgelöst, weil vermutlich einige Staaten mehr Strom abriefen, als ihnen zustand. In den heißen Sommermonaten steigt der Energieverbrauch in Indien erheblich. Ausfälle sind wegen Engpässen in der Stromversorgung und dem veralteten Leitungsnetz keine Seltenheit, allerdings nicht unbedingt in der Dimension wie am Montag.

Neben der Millionenmetropole Neu-Delhi waren Unionsländer wie Punjab, Haryana und Rajasthan von dem Stromausfall betroffen.

Bei einem Feuer in einem Reisezug sind am frühen Montagmorgen im Süden Indiens mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. 26 weitere Passagiere seien verletzt worden, sagte ein Behördenvertreter im Bundesstaat Andhra Pradesh dem Sender NDTV. Einer der Waggons habe Feuer gefangen, kurz nachdem der Zug den Bahnhof von Nellore, rund 500 Kilometer südlich von Hyderabad, verlassen habe. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 4.30 Uhr Ortszeit hätten die meisten Reisenden geschlafen. Ursache des Feuers könne ein Kurzschluss gewesen sein. Die Bahngesellschaft bestätigte zunächst nur 15 Tote.

dpa/dapd

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