Indonesien

Muslimische Gelehrte verbieten Wilderei

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Dieser Tiger wurde in Indonesien vor Wilderern gerettet.

Jakarta - Islamische Rechtsgelehrte verbieten Muslimen in Indonesien offiziell die Wilderei. Die Umweltstiftung WWF zeigt sich erfreut von der Fatwa.

Islamische Rechtsgelehrte haben in Indonesien die Wilderei verdammt. Sie erließen eine Fatwa, ein Edikt, das Muslimen alles verbietet, was vom Aussterben von bedrohten Tieren beiträgt. Die Umweltstiftung WWF begrüßte das am Donnerstag. „Die Fatwa ergänzt die Gesetze und erinnert Muslime daran, die Balance des Ökosystems zu erhalten“, sagte WWF-Sprecher Nyoman Iswarayoga. Er hoffe, dass Prediger die Fatwa beim Freitagsgebet bekanntmachen. Umweltschutz sei eine wichtige Botschaft in der islamischen Erziehung, sagte Asrorun Niam, Chef der Fatwa-Kommission beim Gelehrtenrat MUI.

Wilderei ist in dem riesigen ostasiatischen Land ein Problem. Vielen Tierbestandteilen werden in der traditionellen Medizin nicht nachgewiesene heilende Kräfte zugeschrieben. Vietnam und China haben florierende illegale Märkte. In Indonesien sind unter anderem Orang-Utans, der Sumatra-Tiger und das Java-Nashorn vom Aussterben bedroht. Indonesien hat mehr als 240 Millionen Einwohner und ist damit das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt.

Diese Tierarten sind nach Deutschland eingewandert

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dpa

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