Elf Jahre Haft für Kindesmissbrauch

Bückeburg - Geld und Spielekonsolen hat ein ehemaliger Feuerwehr-Jugendwart mehreren Jungen als Gegenleistung für Sex mit ihm geboten - nun muss der Mann für lange Zeit ins Gefängnis.

Das Landgericht Bückeburg (Niedersachsen) verurteilte den Pädophilen am Mittwoch wegen schweren sexuellen Missbrauchs zu elf Jahren Haft. Anschließend muss der 30-Jährige in Sicherungsverwahrung im Gefängnis bleiben - das bedeutet, dass er so lange hinter Gittern bleibt, bis Experten zu dem Schluss kommen, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.

Zu dem Missbrauch der 9- bis 15-Jährigen kam es zwischen 2004 und 2009. Der Mann hatte als Jugendwart der Feuerwehr mit den Jungen zu tun. Die Ermittlungen ins Rollen brachte schließlich die Mutter eines Jungen, sie erstattete Anzeige.

Der Mann verweigerte die Aussage, deswegen mussten die Opfer vor Gericht erscheinen und die traumatischen Ereignisse erneut durchleben. In dem Prozess räumte der 30-Jährige schließlich einige Taten ein, die Mehrzahl der Vorwürfe aber bestritt er. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts, der Verteidiger hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert.

dpa

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