Besitzer müssen 1635 Euro zahlen

Schäferhund erschreckt Chihuahua zu Tode - Strafe

Sakai - Ein Schäferhund hat beim Gassigehen einen Chihuahua so attackiert, dass sich dieser wörtlich zu Tode erschreckt hat. Nun müssen seine Halter eine empfindliche Geldstrafe zahlen.

Weil ihr Schäferhund einem Chihuahua einen tödlichen Schrecken eingejagt hat, müssen japanische Hundebesitzer umgerechnet 1635 Euro Entschädigung und die Bestattungskosten zahlen. Wie die Zeitung "Mainichi Shimbun" am Samstag berichtete, war der Schäferhund im Februar vergangenen Jahres beim Gassigehen in der Stadt Sakai auf den winzigen Chihuahua losgegangen. Das 15 Jahre alte "Opfer" geriet demnach derart in Aufregung, dass es an einer Herzattacke starb.

Ein Gericht in Osaka verurteilte die Besitzer des Schäferhundes nun zu der Entschädigungszahlung, weil ihr Hund nicht angeleint war und sie ihn nicht unter Kontrolle hatten. "Für einen kleinen Hund ist ein Angriff eines großen Hundes eine Bedrohung", sagte Richter Masafumi Kawabata laut der Zeitung "Nikkei". "Vor seinem Tod hat er einen schweren Schock erlitten."

Weil viele japanische Hundeliebhaber in kleinen Wohnungen in dicht bevölkerten Städten leben, werden dort eher kleinere Hunde gehalten. Viele Hundebesitzer lassen ihre Vierbeiner nach deren Tod einäschern und bewahren die Urne mit einem Foto des Tieres im Wohnzimmer auf.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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