Leiche im Sand verscharrt

20-Jährige tot am Strand auf Juist gefunden

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Die Luftaufnahme vom 22.07.2013 zeigt mit Juist (Niedersachsen) die schmalste und länglichste der ostfriesischen Inseln im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Juist - Ein Urlauber hat an einem Strand auf der Nordseeinsel Juist eine tote 20-Jährige entdeckt. Die junge Frau war zur Hälfte im Sand vergraben. Die Polizei schließt ein Gewaltverbrechen nicht aus.

Jeder der am Donnerstag die Nordseeinsel Juist verlassen wollte - egal ob per Schiff oder Flugzeug - wurde von der Polizei erfasst. Der Grund: Ein Urlauber hatte am Donnerstagmorgen an einem Strand eine halb verbuddelte Leiche gefunden. Offiziell gelten die Identität der jungen Frau und die Todesursache als noch nicht geklärt.

Die "Ostfriesen Zeitung" berichtet online allerdings, dass es sich bei der Toten um eine 20 Jahre alte Saisonkraft aus Polen handelt. Die junge Frau hatte nach Informationen der Zeitung in einer Bäckerei ausgeholfen und war am Mittwochabend noch beim Feiern in einer Diskothek gesehen worden.

Inzwischen wurde ein 24-Jähriger aus dem Sauerland festgenommen. Er gilt laut Polizei als dringend tatverdächtig. Er war wie das Opfer als Saisonarbeiter tätig, teilten die Beamten am Freitag mit. Der Mann soll am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bürgermeister: "Das ist ein großer Schock für unsere kleine Insel"

"Es kann ein Unfall gewesen sein, aber auch ein Verbrechen ist nicht auszuschließen", hatte eine Sprecherin der Polizei noch am Donnerstag gesagt. Doch schnell war klar, dass Letzteres wohl wahrscheinlicher ist. Denn die Beamten betrieben am Donnerstag einen großen Aufwand, um alle Personalien der Menschen aufzunehmen, die Juist kurz nach der Entdeckung der Leiche verließen.

„Das ist ein großer Schock für unsere kleine Insel“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Thomas Vodde am Freitag, „wir sind alle entsetzt“. Niemand habe dort mit einem derartigen Verbrechen gerechnet, erst recht nicht jetzt zur Ferienzeit. Seit 30 Jahren habe es kein schweres Verbrechen mehr auf der ostfriesischen Insel gegeben. Auf dem 17 Kilometer langen Eiland leben 1700 Einwohner, jedes Jahr kommen mehr als 100.000 Gäste.

pie/dpa

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