Eifersucht? Junge Deutsche in Mexiko erstochen

Nach Angaben mexikanischen Polizei ist das Motiv der Tat unklar. Ein Eifersuchtsdrama wurde nicht ausgeschlossen.

Cancún - Eine Deutsche ist an der mexikanischen Karibikküste getötet worden. Die 21-Jährige, die zuletzt in Mainz gelebt hatte, wurde mit mehreren Messerstichen in den Hals umgebracht.

Nach Angaben der Behörden vom Mittwoch ist das Motiv der Tat unklar. Ein Eifersuchtsdrama wurde nicht ausgeschlossen. Der mexikanische Freund der Deutschen wurde als Verdächtiger festgenommen. Die Polizei verfolge mehrere Spuren, hieß es.

Das Opfer wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Montag in einer Wohnung in der Siedlung Puerto Maya bei Puerto Aventuras tot aufgefunden. In der Wohnung, die ihrem Freund, einem mexikanischen Tauchlehrer, gehört, hatte sie gewohnt. Ein Eifersuchtsdrama wird nach lokalen Medienberichten nicht ausgeschlossen - ein zweiter Mann soll die Frau begehrt haben.

Die Frau, die laut Polizei aus dem Raum Kaiserslautern stammte und in Mainz studierte, hielt sich seit rund einem Monat an der Küste in Mexiko auf. Ein Nachbar hatte den reglosen Körper der Frau durch ein Fenster auf dem Boden liegen sehen und die Polizei verständigt.

In Mainz sagte ein Polizeisprecher, die Frau habe wohl Urlaub in Mexiko gemacht. Sie sei noch in Mainz gemeldet gewesen. “Alles andere ist offen, weil wir auf Informationen der mexikanischen Behörden warten.“

Die Mainzer Staatsanwaltschaft leitete ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Das sei üblich, wenn ein Deutscher im Ausland eines gewaltsamen Todes sterbe, erklärte Behördenleiter Klaus-Peter Mieth. Es werde aber noch nicht gegen einen konkreten Verdächtigen ermittelt, weil die Staatsanwaltschaft noch nichts über die Details der Tat wisse.

Puerto Maya bei dem Jachthafen Puerto Aventuras ist eine Siedlung, in der Einheimische leben, die meist im Tourismus beschäftigt sind. Sie liegt rund 110 Kilometer südlich des Urlaubsparadieses Cancún.

dpa

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