Aufnahme der Europäischen Südsternwarte

Junger, heißer Stern erhellt "Möwennebel"

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Nahaufnahme des Kopfes des Möwennebels.

Santiago de Chile - Die europäische Südsternwarte hat eine  spektakuläre Aufnahme des Möwennebels veröffentlicht. Seine Helligkeit verdankt er einem jungen, heißen Stern.

Die neue Aufnahme vom La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte (Eso) in Chile zeigt einen Ausschnitt aus einer Sternkinderstube, die im Englischen den Spitznamen “Seagull Nebula”, übersetzt "Möwennebel" trägt. Er besitzt eine Flügelspannweite von 100 Lichtjahren.

Der hier sichtbare obere Teil des Nebels ist wie der Kopf einer Möwe geformt und leuchtet mit beachtlicher Helligkeit – verantwortlich dafür ist ein heißer, junger Stern im Wolkeninneren.

Bei den astronomischen Nebelgebieten handelt sich um interstellare Wolken aus Staub, Molekülen, Wasserstoff, Helium und anderen ionisierten Gasen, in denen neue Sterne geboren werden. Die Formen- und Farbenvielfalt dieser Objekte inspiriert ihre Entdecker regelmäßig – und auch in diesem Fall – zu kreativer Namenswahl.

Der Möwennebel liegt auf der Grenze zwischen den Sternbildern Einhorn und Großer Hund in der Nähe von Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel. Der Nebel ist allerdings mehr als 400 Mal soweit von der Erde entfernt wie sein bekannter Nachbarstern.

Eso

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