Karikaturist Westergaard erhält Medienpreis

Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard erhält Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien.

Leipzig - Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard erhält in diesem Jahr den Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien.

Das teilte die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig am Freitag mit. Ebenfalls ausgezeichnet werden der bulgarische Reporter Assen Yordanov und der afghanische Journalist Sayed Yaqub Ibrahimi. Der Preis, der zum zehnten Mal vergeben wird, sollte am Abend verliehen werden. Er ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sollte hierzu die erste “Leipziger Rede zur Medien- und Pressefreiheit“ halten, die eine Tradition für die kommenden Jahre begründen soll.

Westergaard hatte eine der zwölf Karikaturen des Propheten Mohammed gezeichnet, die am 30. September 2005 unter der Überschrift “Das Gesicht Mohammeds“ in der dänischen Tageszeitung “Jyllands-Posten“ erschienen waren. Die Darstellungen lösten einen internationalen Streit um Meinungsfreiheit und gewalttätige Demonstrationen von Muslimen in der ganzen Welt aus, die sich von den Abbildungen beleidigt fühlten. Muslimen sind bildliche Darstellungen Mohammeds verboten.

Der Karikaturist war bereits im September für sein Engagement für die Meinungsfreiheit in Potsdam mit dem Medienpreis M100 ausgezeichnet worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte dabei die Bedeutung der Pressefreiheit für die Demokratie hervorgehoben. Ebenfalls am Freitag wurde in Leipzig der erste Leipziger Medienkongress eröffnet, bei dem der Preis verliehen wird. Im Mittelpunkt des Kongresses stehen “Bedrohungen und Perspektiven der Meinungs- und Pressefreiheit weltweit“. Über dieses Thema werden Journalisten, Publizisten und Wissenschaftler diskutieren. Als Referenten angekündigt sind unter anderen die früheren Leipziger Medienpreisträger Seymour Hersh, Alan Johnston, Renate Flottau und Hans-Martin Tillack.

dapd

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