Körperwelten-Debatte

Weihbischof gegen Leichen-Museum im Fernsehturm

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Rechts: Gunther von Hagens präsentiert bei einer Körperwelten-Ausstellung in Berlin das Plastinat "Der sitzende Akt". Weihbischof Matthias Heinrich (links) wendet sich gegen ein "Körperwelten"-Museum in Berlin.

Berlin -Der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich hat sich gegen das geplante Museum für präparierte menschliche Leichen im Fernsehturm der Hauptstadt gewandt.

„Wenn das Unternehmen Körperwelten wenigstens einen humanen oder wissenschaftlichen Zweck verfolgen würde, könnte man vielleicht noch darüber diskutieren“, schrieb Heinrich in einem Gastbeitrag für die Berliner Boulevardzeitung „B.Z.“ (Donnerstag). Er verwies auf das Berliner Bestattungsgesetz, das Ehrfurcht vor den Toten gebiete und die Bestattung jeder Leiche vorschreibe.

Ihn schrecke die Vorstellung, „zum sozusagen unkaputtbaren Plastinat zu werden, meiner Identität beraubt, bis auf die Haut entblößt, dafür aber mit Plastik ausgegossen und prinzipiell auf ewig zu betrachten“, so Heinrich. Auch evangelische Kirchenvertreter und die CDU im Berliner Abgeordnetenhaus hatten die Museumspläne des Anatomen Gunther von Hagens scharf kritisiert. Die „Körperwelten“-Schau befriedige lediglich „die menschliche Sensationslust“, so die CDU-Fraktion. Zudem widerspräche es dem angeblichen wissenschaftlichen Charakter, wenn Ausstellungsbesucher Leichenteile kaufen könnten.

kna

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