Korallenbleiche schädigt Riffe vor den Malediven

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Blick auf eine Insel der Malediven: Die Korallenriffe in der Region sind schwer geschädigt. Foto: Ralf Hirschberger

Genf (dpa) - Die massive Korallenbleiche infolge des Wetterphänomens El Niño hat auch die Riffe vor den Küsten der Malediven schwer geschädigt.

Das Absterben von Korallen habe dort bei allen beobachteten Riffen bereits begonnen und könne sich beschleunigen, berichtete die Internationale Naturschutzunion (IUCN). Etwa 60 Prozent der Korallenkolonien vor den Malediven, die kürzlich von einem internationalen Expertenteam untersucht wurden, seien ausgebleicht. An manchen Stellen seien es sogar schon 90 Prozent.

Ursache der weltweit zu beobachtenden Korallenbleiche ist laut IUCN die Erwärmung der Wassertemperaturen der Ozeane durch El Niño. Die Temperaturen lagen in diesem Jahr teils bei mehr als 30 Grad. Dann stoßen Korallen die Algen ab, verlieren ihre Farbe und sterben. Korallen können sich regenerieren, wenn noch einige Algen überleben oder sich neue Algen ansiedeln. Wie groß das Zeitfenster ist, in denen die Korallen wieder aufleben können, hängt von den Arten ab.

Erst im Mai hatten Wissenschaftler über verheerende Folgen der Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien berichtet. In der Nord- und Zentralregion seien mehr als ein Drittel der Korallen bereits tot oder befänden sich im Prozess des Absterbens.

Mitteilung IUCN

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