Erst gefesselt, dann erstochen

40 Minuten Verspätung: Kunde tötet Pizzaboten

Puebla - Weil seine Pizza 40 Minuten zu spät ausgeliefert wurde, rastete der Empfänger komplett aus: Erst sperrte der 22-Jährige den Pizzaboten ein. Als der Mann fliehen will, zückt der Kunde sein Messer und tötet ihn.

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben - dieses Sprichwort wurde für einen mexikanischen Pizzaboten tödlicher Ernst. Weil er seine Ware 40 Minuten zu spät auslieferte, rastete der Kunde komplett aus und tötete den Pizzaboten.

Die Leiche des Mannes wurde am Montag mit verbundenen Augen und gefesselten Händen etwa 140 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt im Ort Tetla de Solidad gefunden. Dies teilten die örtlichen Behörden mit, wie die französische Nachrichtenagentur afp berichtet.

Der Pizzabote war zuletzt am Samstag gesehen worden, als er zu einem späten Lieferauftrag aufbrach. Nachdem der Mann als vermisst gemeldet wurde, kam die Polizei schnell auf seinen letzten Kunden. Vor dessen Haus stand noch das Moped des Pizzafahrers.

Als die Polizei den Hausbesitzer festnehmen wollte, schlug dieser zunächst auf den Beamten ein. Später gab er zu, dass er so erzürnt über die Verspätung gewesen sei, dass er den Boten fünf Stunden lang eingesperrt und geschlagen habe. Seine Freundin stand ihm dabei offenbar tatkräftig zur Seite.

Ein Fluchtversuch wurde dem armen Mann schließlich zum Verhängnis - mit mehreren Messerstichen tötete der 22-Jährige sein Opfer und "entsorgte" es in einem leerstehenden Haus nebenan.

dh

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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