Ein Mann kam ums Leben

La Palma: Deutscher Waldbrand-Verursacher bleibt in U-Haft

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Die Einsatzkräfte kämpfen immer noch gegen die Flammen auf La Palma.

La Palma - Der deutsche Verursacher eines schweren Waldbrandes auf der Kanareninsel La Palma bleibt in Untersuchungshaft. Er gibt an, das Feuer versehentlich angefacht zu haben.

Der deutsche Verursacher eines schweren Waldbrandes auf der Kanareninsel La Palma bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Gegen den Mann werde wegen des Verdachts "schwerer Fahrlässigkeit" ermittelt, sagte ein Gerichtssprecher am Samstag. Der 27-jährige Deutsche hatte ausgesagt, das Feuer versehentlich angefacht zu haben, als er nach der Verrichtung seiner Notdurft das Klopapier angezündet habe. Derweil wüteten dutzende Waldbrände auch in Portugal.

Bei dem am Mittwoch ausgebrochenen Waldbrand auf La Palma kam ein Forstaufseher ums Leben. Etwa 2500 Bewohner des Brandgebietes wurden vorsichtshalber in Sicherheit gebracht. Die meisten von ihnen konnten inzwischen in ihre Häuser zurückkehren.

350 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Mehr als 350 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen. Insgesamt ein Dutzend Hubschrauber und Löschflugzeuge waren im Einsatz. Da sich der Brand aber zunächst weiter ausbreitete, mussten am Sonntagmorgen 500 weitere Menschen ihre Häuser verlassen. 4000 Hektar Land fielen den Flammen zum Opfer.

In Portugal waren mehr als 2000 Feuerwehrleute im Einsatz gegen die Flammen. Insgesamt 79 Brände wurden im Norden des Landes gezählt. Eines der größten Feuer wütete rund um den Ort Melres e Medas etwa 20 Kilometer von Porto entfernt. Zwei Feuerwehrmänner wurden verletzt, wie die Nachrichtenagentur Lusa meldete.

Die Einsatzkräfte versuchten, eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern, sagte der Bürgermeister von Melres e Medas. "Das größte Problem ist der Wind." Auch vier Flugzeuge und ein Hubschrauber waren bei den Löscharbeiten im Einsatz, wie der Zivilschutz erklärte.

dpa

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