Nur Schauen kostet auch

Ladenbesitzer will zwei Euro von Kunden, die nichts kaufen

Essen - 50 Kunden und nur 12,50 Euro Umsatz? Ein Ladeninhaber hat nun zu drastischen Mitteln gegriffen, um kauf-müde Kunden zur Kasse zu bitten. Wie kommt die Idee an?

Ladeninhaber Michael Pütz hat die Nase voll: Es ist Freitag 16 Uhr, bisher waren schon 50 Kunden in seinem Geschenkeladen in der Essener Innenstadt. Eingenommen hat er allerdings nur 12,50 Euro an diesem Tag. Manche Kunden haben sich eine Stunde lang in seinem Laden aufgehalten, nur um dann nichts zu kaufen. Das muss sich ändern. Michael Pütz entschließt sich zu einem drastischen Schritt: Kunden, die seinen Laden betreten und nichts kaufen sollen ab sofort eine Gebühr von zwei Euro dafür bezahlen.

Auf Facebook postete der Ladeninhaber am Freitag ein Bild von dem Schild. Darauf heißt es: "Nur bummeln kostet ab sofort pro Person zwei Euro, natürlich werden diese mit ihrem Einkauf verrechnet."

+++++++ ideenreich aktuell +++++++fast 16 uhr nach ca. 50 kunden im laden 12,50 euro in der kasse,daher werde ich...

Posted by ideenreich Essen on Freitag, 1. April 2016

Er begründet den Schritt mit der finanziellen Situation und bittet seine Kunden um Verständnis. Doch wie kommt der Laden-Eintritt bei den Betroffenen an?

Die Reaktionen sind zweigeteilt: "Einige sind gegangen und das Beste andere sind fast eine Stunde im Laden geblieben mit dem Ergebnis, dass sie gekauft haben. Nicht weil sie mussten, sondern weil ich so mit Zeit und in Ruhe beraten konnte", schreibt Michael Pütz auf der offiziellen Seite seines Ladens.

Im Interview mit der Zeitung "Der Westen" stellt sich aber heraus: Ganz so genau nimmt es Pütz mit seinem Laden-Eintritt dann doch nicht. Kunden, die etwas suchen und nicht das Richtige finden, müssen natürlich keinen Eintritt zahlen: „Die hatten ja ein Anliegen und wollten nicht nur Bummel", meint Pütz.

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook

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