Lehrer verdient Vermögen fürs Nichtstun

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Der Lehrer hatte mehrfach Schülerinnen sexuell belästigt

New York - Weil er mehrfach Schülerinnen sexuell belästigt hat, darf ein US-Lehrer nicht mehr unterrichten. Gefeuert werden kann er aber auch nicht. Seit Jahren tut er praktisch nichts - bei vollem Gehalt. 

Kurz nach seiner Einstellung an der New Yorker Hillcrest High School, im Jahr 1998, begannen die Übergriffe: "Heb doch mal deinen Rock hoch, ich möchte deinen Hintern sehen", hatte Aryeh E. eine Schülerin aufgefordert. Einer anderen hatte er gestanden, er habe sich in sie "verknallt". Weil für ihn "das Alter kein Thema" sei, machte der Vertretungslehrer dem Mädchen Komplimente für ihren "gut entwickelten Körper". Einem dritten minderjährigen Opfer sagte er, sie kleide sich so, dass es ihm "schwerfalle, sich auf den Unterricht zu konzentrieren". Und bei Worten soll es nicht geblieben sein...

Wegen eines Versäumnises der Schulbehörde kam es erst im Jahr 2000 zu einem Disziplinarverfahren gegen den Mann. Der Musiklehrer wurde jedoch nicht gefeuert. Grund war ein Verfahrensfehler: Man habe ihn nicht über seine Rechte aufgeklärt, berichtet die "New York Post". Deshalb konnte man dem heute 46-Jährigen nur verbieten, weiterhin junge Menschen zu unterrichten, und ihn an ein Büro der Schulbehörde versetzen. Dort nimmt er seitdem Telefonanrufe entgegen, gibt Daten ein und erledigt Papierkram.

Da er aber bis zu seiner Versetzung zwei Jahre lang an seiner Schule tätig gewesen war, wird E. weiterhin wie ein Lehrer entlohnt. Sogar in den Genuss einer turnusmäßigen Gehaltserhöhung kam er, bezieht unverändert Sozialleistungen und hat Anspruch auf eine ordentliche Pension. Bis zu 100.000 US-Dollar kommen so jährlich auf sein Konto. In diesem Jahr wird er insgesamt eine Million Dollar verdient haben, rechnet die "Daily Mail" vor - dafür, dass er mehr oder weniger nichts tut!

In New York denkt man jetzt über eine Gesetzesänderung nach.

hn

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