72 Leichen auf Ranch in Nordmexiko gefunden

Mexiko-Stadt - Einheiten der mexikanischen Streitkräfte haben auf einer Ranch im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas 72 Leichen geborgen. Die Polizei vermutet Drogenkriminalität als Hintergrund des Massenmordes.

Wie lokale Medien am Mittwoch berichteten, ist es der bisher größte Leichenfund in dem nordamerikanischen Land. Nach diesen Angaben handelt es sich um Opfer der Drogenkriminalität, die in Mexiko seit Dezember 2006 mehr als 28 000 Menschen das Leben gekostet hat. Unter den Toten des neuesten Fundes in der Nähe der Ortschaft San Fernando sind 58 Männer und 14 Frauen.

Die Sicherheitskräfte waren auf die Ranch aufmerksam geworden, als ein Verletzter zu einem Kontrollposten gekommen sei und über einen Angriff auf die nahe Farm berichtet habe, hieß es in den Berichten. Daraufhin sei die Marine-Infanterie mit Unterstützung aus der Luft zu der Ranch vorgerückt. Mutmaßliche Rauschgiftkriminelle hätten von dort das Feuer eröffnet. Dabei seien ein Soldat und drei mutmaßliche Kriminelle getötet worden.

Neben den Leichen seien auf der Ranch zahlreiche Waffen, Uniformen und Fahrzeuge sichergestellt worden.

dpa

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