Mann will Tauben gewerbsmäßig töten

Kassel - Ein Falkner will vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof erstreiten, gewerbsmäßig Stadttauben fangen und töten zu dürfen. Eine Genehmigung kann er allerdings nur bekommen, wenn die Tiere als Schädlinge anzusehen sind.

Sonst bekommt er wegen des Tierschutzgesetzes keine Erlaubnis dafür.

Zum Prozessauftakt am Donnerstag in Kassel sagte der Mann, er habe von einem großen Unternehmen in Rüsselsheim den Auftrag bekommen, deren Taubenplage zu beseitigen. Selbst das Regierungspräsidium Darmstadt habe festgestellt, dass eine Gesundheitsgefährdung der Mitarbeiter vorliege. “Doch das Veterinäramt erlaubt mir nicht, den Auftrag auszuführen, die Tauben zu fangen und zu töten. Ich darf die Tauben lediglich fangen, muss sie dann später aber freilassen.“

Die schrägsten Tiere der Welt

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Der Verwaltungsgerichtshof muss nun klären, ob die Vögel tatsächlich die Gesundheit gefährden. In der ersten Instanz war dem Mann das Töten der Stadttauben verboten worden (Az: 4 K 1347/09.WI). Vom Züchter gekaufte Tauben darf er jedoch umbringen. Für seine Arbeit hatte der Mann extra einen Fangschlag entwickelt. Die getöteten Tiere wollte der Falkner dann an Greifvögel verfüttern.

dpa

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