Eis in der Arktis taut

Meereis in Arktis taut erstmals bis zum Nordpol

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Der AWI-Meereisdickensensor beim Messflug über arktisches Meereis. Foto: Alfred-Wegener-Institut/dpa

Die Eisfläche in der Antarktis ist wieder geschrumpft. Der Grund für die Meereisschmelze ist nach Angaben von Forschern nach wie vor die Klimaerwärmung.

Bremerhaven (dpa) - Die Meereisfläche in der Arktis ist in diesem Sommer weiter massiv geschrumpft. Das Eis sei bis in die Zentralarktis um den Nordpol hinein getaut, sagte der Klimaforscher Klaus Grosfeld vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI).

So weit nördlich sei das Eis bis dato in den Sommermonaten noch nie geschmolzen. "Das zeigt, wie angegriffen das System ist", betonte er. Im Winter werde der Bereich zwar wieder zufrieren. Nun bestehe aber die Gefahr, dass im nächsten Sommer das Meereis wieder so weit zurück gehe.

Die Eisfläche in der Arktis reduzierte sich nach Auswertungen des AWI und der Universität Hamburg im September auf eine Größe von knapp 4,1 Millionen Quadratkilometern: Das war nach der Rekordschmelze im Jahr 2012 die zweikleinste Fläche seit Beginn der Auswertung von Satellitendaten. Die im Frühjahr zunächst erwartete erneute Rekordschmelze sei unter anderem wegen eines Tiefdruckgebietes im Sommer ausgeblieben.

Grund für die Meereisschmelze sei die Klimaerwärmung. "Der Trend ist ungebrochen", sagte Grosfeld. Der vergangene Winter sei besonders warm gewesen. Dadurch habe sich in vielen Gebieten nur sehr langsam neues Meereis gebildet.

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