Schuld am Tod von Menschen?

Kalaschnikow plagte schlechtes Gewissen

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Der russische Waffenkonstrukteur Michail Kalaschnikow mit einem Sturmgewehr

Moskau - Er war der Erfinder des berühmten Sturmgewehrs AK-47. Im Dezember starb Michail Kalaschnikow im Alter von 94 Jahren. Kurz vor seinem Tod machte sich der Tüftler schwere Vorwürfe.

Den legendären russischen Waffenkonstrukteur Michail Kalaschnikow haben kurz vor seinem Tod offenbar Gewissensbisse geplagt. Ihn treibe ständig die Frage um, ob er wegen der Erfindung des berühmten Sturmgewehrs AK-47 Schuld habe am Tod von Menschen, schrieb Kalaschnikow an den russisch-orthodoxen Patriarchen Kirill.

Kalaschnikow: "Das Böse wird nicht ausgerottet"

„Meine seelische Pein ist unerträglich“, heißt es in dem auf den 7. April 2013 datierten Schreiben. Der „orthodoxe Christ“ machte sich darin zudem Sorgen um das Seelenheil seiner Heimat. „Ja, die Zahl von Kirchen und Klöstern in unserem Land nimmt zu, aber das Böse wird dennoch nicht ausgerottet“ schrieb Kalaschnikow.

Das Kirchenoberhaupt habe den Tüftler aber beruhigt und als echten Patrioten gelobt, sagte Kirills Sprecher Alexander Wolkow der Zeitung Iswestija (Montag). Die Kirche unterstütze ausdrücklich alle, die Gewehre zur Verteidigung ihrer Heimat erfänden und nutzten, sagte Wolkow. Michail Kalaschnikow war am 23. Dezember 2013 im Alter von 94 Jahren gestorben und wenige Tage später nahe Moskau beigesetzt worden.

dpa

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