Mindestens 340 Tote nach Monster-Tornados in USA

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Tornado-Opfer im Süden der USA suchen in den verbliebenen Habseligketen aus ihren völlig zerstörten Häusern nach Wertsachen.

Washington - Nach den Horror-Tornados im Süden der USA wird das verheerende Ausmaß immer deutlicher: Bis zum Samstag bargen Helfer 340 Tote aus den verwüsteten Gebieten.

Suchtrupps hatten nur noch wenig Hoffnung, Überlebende unter den Trümmern zu finden. Das Schicksal Hunderter Menschen blieb ungewiss. “Die Rettungsarbeiten sind beendet“, sagte der Gouverneur von Alabama, Robert Bentley, in Birmingham. “Wir haben mit den Aufräumarbeiten begonnen.“ Der Nationale Wetterdienst sprach von der zweitgrößten Tornadokatastrophe in der Geschichte des Landes.

Tornados in den USA: Bilder der Verwüstung

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Noch an diesem Wochenende sollten die ersten Opfer beerdigt werden. Bei den Stürmen, die am Mittwoch durch mehrere US-Staaten getobt waren, starben allein in Alabama mehr als 250 Menschen. “Es ist, als würde man nach einem furchtbaren Traum wachwerden und dieser Traum hört einfach nicht auf“, sagte ein Überlebender in der schwer verwüsteten Stadt Tuscaloosa.

Vor der aufgehenden Sonne bot sich dort am Samstagmorgen die Silhouette einer Blech-und Geröllwüste. Baumstämme ohne Äste ragten in den Himmel. Helfer hatten teils mit Taschenlampen eine weitere Nacht nach möglichen Lebenszeichen unter den Trümmern gesucht.

Eine Million Haushalte blieben allein in Alabama weiter ohne Strom, einige hatten auch kein Wasser. Hunderte Sturmopfer suchten Unterschlupf in Notlagern des Roten Kreuzes. Die Organisation schickte psychologisch geschultes Personal, um den traumatisierten Opfern Beistand zu leisten. In Alabama, Mississippi und Georgia wurde der Notstand ausgerufen.

Präsident Barack Obama versprach Aufbauhilfe. “Ich habe noch nie eine derartige Verwüstung gesehen“, sagte Obama bei einem Besuch in der Katastrophenregion.

Die Tornado-Serie, die seit Mittwoch in Alabama, Mississippi, Arkansas, Georgia und Tennessee getobt hat, nähert sich einem traurigen Rekord: Im März 1925 starben in den USA 747 Menschen bei einer ähnlichen Sturmserie.

dpa

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