Mirco: Polizei blitzt mögliche Zeugen

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Die Ermittler lassen nichts unversucht, um den elfjährigen Mirco zu finden

Grefrath - Bei der Suche nach dem verschwundenen Mirco (11) aus Grefrath hat die Polizei am Freitagabend alle Fahrzeuge geblitzt, die in der Umgebung des möglichen Tatorts unterwegs waren.

Genau drei Wochen nach dem Verschwinden des Elfjährigen postierten die Ermittler sich mit ihren Kameras an den Fundorten der Kleidungsstücke und des Fahrrads sowie an der Straße, die der Täter vermutlich benutzt hat. “Mit viel Glück und Zufall ist vielleicht auch der Täter geblitzt worden“, sagte Polizeisprecher Ingo Thiel.

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Wenn nötig, könnten einige der nun erfassten Fahrzeugführer später als mögliche Zeugen befragt werden. Vier Stunden lang wurde bis Mitternacht nach Angaben von Polizeisprecher Willy Theveßen vom Samstag jedes Fahrzeug fotografiert, das vorbeikam. “Das waren mehrere Hundert.“

3. September: Polizei legt "Anwesenheitslisten" aus

Zeitgleich wurden in den Gaststätten im Bereich Grefrath Listen ausgelegt. Darin soll sich jeder eintragen, der dort freitags regelmäßig verkehrt oder an jenem 3. September zu Gast war, als Mirco verschwand. An dem Abend spielte die deutsche Fußball- Nationalmannschaft gegen Belgien. Mit den Listen will die 50-köpfige Sonderkommission weitere wichtige Zeugen ermitteln. “Uns ist kein Aufwand zu groß, um Klarheit in die Umstände des Verschwindens von Mirco zu bekommen“, sagte Thiel.

Am Mittwoch hatten Polizisten ohne Erfolg 17 Kubikmeter Abfall aus öffentlichen Mülleimern der Gegend durchsucht. Bislang gingen mehr als 2000 Hinweise aus der Bevölkerung ein. Der elfjährige Mirco war am 3. September in Grefrath auf dem Heimweg von einem Freund verschwunden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

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