Acht Jahre Haft für die "Pentagon-Lüge" 

Missbrauch an Nichte (12) und deren Freundin: Onkel verurteilt

Deggendorf - Mit einer erfundenen Überwachungsgeschichte hat ein Mann seine Nichte und deren Freundin zum Sex gezwungen: Sie sollten ihm durch Geschlechtsverkehr das Leben retten. Jetzt wurde er verurteilt.

Das Landgericht Deggendorf verurteilte ihn am Dienstag für den Missbrauch an den beiden Mädchen zu acht Jahren Haft. „Sie haben das Vertrauensverhältnis zu ihrer Nichte schamlos ausgenutzt“, sagte die Vorsitzende Richterin Gisela Schwack. Neben der 12-jährigen Nichte hatte der Mann auch deren 14 Jahre alte Freundin eingeschüchtert und missbraucht. Das Gericht ordnete zudem die vorbehaltliche Sicherungsverwahrung an. Das bedeutet, dass nach Ende der Haft geprüft wird, ob der Mann freigelassen wird.

Zum Prozessauftakt hatte der Niederbayer die Übergriffe auf seine12-jährige Nichte und deren 14 Jahre alten Freundin eingeräumt und den Opfern damit eine Aussage vor Gericht erspart. Dem Geständnis wareine Absprache der Prozessparteien vorausgegangen.

Er nutzte die verängstigen Mädchen eineinhalb Jahre lang aus

Um die Kinder zum Sex zu zwingen, hatte der Mann in Kurznachrichten an die Mädchen behauptet, dass sich das Pentagon in deren Handys eingehackt habe. So sei eine ständige Überwachung möglich und die Mädchen müssten alle Aufgaben erledigen, die ihnen übertragen werden.

Vor allem sollten sie ihm durch Geschlechtsverkehr das Leben retten. Andernfalls würden die Mädchen in ein Heim kommen. Der Mann hatte sich mit Hilfe der erfundenen Geschichte die verängstigten Mädchen fast eineinhalb Jahre lang gefügig gehalten.

dpa

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