Vor Lampedusa

Über 200 Tote bei Flüchtlingsdrama

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MIgranten erreichen am 9. Februar den Hafen von Lampedusa, nachdem sie von der italienischen Küstenwache gerettet wurden. Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor der Insel sind möglicherweise mehr als 200 Menschen gestorben.

Rom - Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor Lampedusa sind möglicherweise mehr als 200 Menschen gestorben. Die süditalienische Insel ist nicht zum ersten Mal Ort einer Flüchtlingskatastrophe geworden.

Bei dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor Lampedusa sind möglicherweise mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Das erklärte eine Sprecherin des UN-Flüchtlingswerkes UNHCR am Mittwoch. Sie bezog sich auf Angaben von Überlebenden.

Insgesamt seien drei Schlauchboote mit Flüchtlingen unterwegs gewesen. Auf einem waren zu Beginn der Woche 29 erfroren. Auf zwei weiteren Boote seien insgesamt mehr als 210 Menschen gewesen. „Von diesen überlebten nur neun“, erklärte UNHCR-Sprecherin Carlotta Sami. „Es sind neun und sie wurden nach vier Tagen auf dem Meer gerettet. Die anderen 203 hat das Meer verschluckt.“ Es sei eine „schreckliche und enorme Tragödie“.

Die süditalienische Insel Lampedusa ist nach zwei Schiffsunglücken mit mehr als 350 Toten im Oktober 2013 zum Sinnbild für Flüchtlingskatastrophen auf dem Mittelmeer geworden. Danach hatte Italien die Rettungsmission „Mare Nostrum“ ins Leben gerufen, die in den folgenden Monaten Tausende Flüchtlinge auf dem Mittelmeer in Sicherheit brachte. Diese wurde vergangenes Jahr von der EU-Grenzschutzmission „Triton“ abgelöst. Das UN-Flüchtlingshilfswerk kritisierte das Programm erneut als unzureichend.

dpa

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