Nach Oben-ohne-Protest gegen Islamisten

Muslimische Frauen gegen Nacktivistinnen

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Nacktivistinnen von Femen protestieren gegen radikale Islamisten

Berlin - Mit blankem Busen haben "Femen"-Mitglieder in europäischen Hauptstädten gegen Radikal-Islamismus demonstriert. Viele muslimische Frauen lehnen diese Unterstützung jedoch ab.

Die Mitglieder der ukrainischen Frauengruppe protestierten mit dem so genannten Topless Jihad Day für die Freiheit der Frau in islamischen Ländern. Muslimische Frauen antworteten laut dem arabischen Nachrichtensender al Jazeera auf diversen sozialen Netzwerken jedoch mit Ablehnung auf diese "Unterstützung". Sie wehren sich gegen Femens "stereotype Darstellung muslimischer Frauen" und das "Diktat eurozentrischer Feministinnen", indem sie Bilder von sich online stellten, auf denen sie (völlig bekleidet) Schilder hochhalten. Auf denen sind Sätze zu lesen wie "Nacktheit befreit mich nicht. Ich muss nicht befreit werden." Auf einem anderen Plakat steht "Femen kann mir nicht sagen, was ich anzuziehen soll und was nicht." 

Nackt-Protest gegen radikale Islamisten

Nackt-Protest gegen radikale Islamisten

Mit Slogans auf dem halbnackten Körper und auf Plakaten machten die "Femen"-Frauen außerdem auf die angebliche Zwangseinweisung einer ihrer Aktivistinnen in eine Psychiatrie in Tunesien aufmerksam. Der Kontakt zu der eingewiesenen tunesischen Aktivistin, die sich halbnackt und mit Protestslogans im Internet gezeigt hatte, sei abgerissen, teilte „Femen“ am Donnerstag mit. Die Familie der Tunesierin hatte die Vorwürfe dementiert.

In Berlin beteiligten sich mehrere Frauen vor der Wilmersdorfer Moschee an der Aktion. Auch in Paris, Brüssel und Mailand protestierten Frauen, meist in der Nähe diplomatischer Vertretungen Tunesiens. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew nahm die Polizei vor einer Moschee mindestens drei Aktivistinnen fest.

dpa/hn

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