Nach Überfall auf Einkaufszentrum

Neue Anschläge in Kenia - drei Tote

Mandera - Nach dem Überfall auf ein Einkaufszentrum in Nairobi mit zahlreichen Toten hat es in Kenia erneut Anschläge gegeben. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, neun weitere wurden verletzt.

Kenia bleibt auch nach dem Ende des Terrordramas in Nairobi Angriffsziel somalischer Islamisten: Bei zwei Anschlägen im nordöstlichen Grenzgebiet wurden am späten Mittwochabend und am Donnerstag drei Menschen getötet und neun weitere Personen verletzt. Beim Überfall auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi, der am Samstag begonnen hatte, waren mindestens 72 Menschen umgekommen.

Schwer bewaffnete Männer töteten am frühen Donnerstagmorgen in der Stadt Mandera nahe der somalischen Grenze mit Handgranaten zwei Polizisten und verletzten vier Zivilisten. Dies bestätigte das Innenministerium in Nairobi. Die unbekannten Angreifer setzten demnach auch zwölf Fahrzeuge in Brand.

Bei einem Bombenanschlag auf einen Markt im Grenzort Wajir kam nach Angaben des Ministeriums ein Mensch ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Am späten Mittwochabend hätten Unbekannte drei Handgranaten auf dem Markt gezündet. Ein Verdächtiger sei bei einem Schusswechsel von Polizisten verletzt und dann festgenommen worden, berichteten die Behörden.

Die Angriffe im Grenzgebiet hängen nach Ansicht des kenianischen Geheimdienstes NIS mit dem Terroranschlag in Nairobi zusammen. Die somalische Islamistenmiliz Al-Shabaab, die sich zu dem Terrorakt in der Hauptstadt bekannt hatte, versuche in den Grenzstädten eine Sicherheitskrise zu schaffen, sagte ein NIS-Offizier der Nachrichtenagentur dpa.

"Wir können diesen Krieg nicht alleine gewinnen"

Auch am Donnerstag herrschte in Kenia Staatstrauer; Radio und Fernsehen sendeten Trauersendungen. Die Regierung rief die Bürger zur Mithilfe im Kampf gegen die Terroristen auf. „Wir können diesen Krieg nicht alleine gewinnen, wir brauchen eure totale Unterstützung beim Berichten über verdächtige Personen und Aktivitäten“, forderte das Innenministerium im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Auch zwei Tage nach dem Ende des Terrorangriffs war die genaue Zahl der Opfer unklar. Das Rote Kreuz hatte am Mittwoch von 71 noch vermissten Personen gesprochen. Experten durchkämmten auf der Suche nach weiteren Leichen das teilweise eingestürzte Einkaufszentrum. Zu den Forensikern gehören auch Spezialisten aus Deutschland, den USA und Israel. Sie sollen auch die Identität der Angreifer klären. Fachleute der internationalen Polizeiorganisation Interpol sind ebenfalls in Nairobi eingetroffen. Das Interpol-Team werde am Tatort gesammelte DNA- und Fingerabdruckspuren mit Informationen in globalen Datenbanken abgleichen, teilte die Organisation am Donnerstag mit.

Geiselnahme: Sicherheitskräfte stürmen Einkaufszentrum in Nairobi

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Schießerei in Einkaufszentrum in Nairobi - viele Tote

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dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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