Nach Vogelgrippe: Frau bringt Baby zur Welt

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In China wurden im April meehrere Tests mit dem Vogelgrippevirus gemacht

Jiangsu - Zum ersten Mal überhaupt hat eine Frau nach einer schweren Erkrankung an der Vogelgrippe ein gesundes Baby zur Welt gebracht. Der H7N9-Erreger gehört zu den tödlichsten Grippeviren.

Nach einer schweren Erkrankung an der Vogelgrippe hat eine junge Chinesin ein Baby auf die Welt gebracht. Die 25-jährige Qiu Yan, die im Frühjahr wegen einer Infizierung mit dem H7N9-Virus fünf Wochen lang auf der Intensivstation behandelt worden war, bekam ein kleines Mädchen, wie die Tageszeitung "Global Times" am Freitag berichtete. Der Zustand von Mutter und Kind sei "stabil", hieß es unter Berufung auf einen Krankenhausarzt, der von einem "Wunder" sprach. Der Säugling werde regelmäßig untersucht, um sicherzugehen, dass er keine Grippesymptome habe.

Qiu war dem Bericht zufolge im April im fünften Monat schwanger, als bei ihr der H7N9-Erreger nachgewiesen wurde. Die Frau aus der östlichen Provinz Jiangsu, die sich "in einem ernsten Zustand" befunden habe, sei mit Antibiotika sowie antiviral und hormonal behandelt worden. Zudem habe sie tägliche Sitzungen mit Röntgenstrahlen gehabt. "Ihre Lungen waren schwer angegriffen und sie musste beatmet werden", sagte der behandelnde Arzt Sun Lizhou der Zeitung.

Erstes Mal, dass Überlebende des des H7N9-Virus ein Kind zur Welt bringt

Im Mai wurde Qiu aus der Intensivstation entlassen, blieb aber weiter im Krankenhaus. Dort gebar sie am Mittwoch ein 3,3 Kilogramm schweres Mädchen. Dem Bericht zufolge ist es das erste Mal, dass eine Überlebende des H7N9-Virus ein Kind zur Welt bringt.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört H7N9 zu den tödlichsten Grippeviren, die bisher nachgewiesen wurden. Es führt zu schweren Lungenentzündungen mit Fieber, Husten und Atemproblemen. Bislang wurden in China 132 Fälle registriert, 43 Menschen starben an dem Virus. Als Überträger der Krankheit machten chinesische Wissenschaftler Geflügel aus. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind bislang nicht bekannt.

AFP

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