Folterähnliche Experimente an Elfjähriger

Nahtodstudien an eigener Tochter betrieben

Dover - Ein Kinderarzt im US-Staat Delaware soll nach Vermutungen der Polizei folterähnliche Nahtodstudien an seiner eigenen Tochter betrieben haben. Mit seinen Ergebnissen trat er sogar in TV-Shows wie Oprah auf.

Der Kinderarzt soll die Elfjährige dem sogenannten Waterboarding aussetzte. Diese umstrittene Methode, bei der Ertrinken simuliert wird, wurde von US-Ermittlern bei Terrorismusverdächtigen angewandt. Menschenrechtsaktivisten bezeichnen sie als Folter.

Der 58-jährige Kinderarzt in Dover soll das Kind mehrfach dem Waterboarding ausgesetzt haben, schreiben Ermittler in einer eidesstattlichen Erklärung, aus der die Nachrichtenagentur AP zitiert. Der Arzt hat sich mit seiner Forschung über Nahtoderlebnisse von Kindern in den USA einen Namen gemacht, er präsentierte seine Ergebnisse in populären Fernsehshows wie Larry King Live und der Oprah Winfrey Show. Die Ermittler schrieben: “Das Waterboarding, dass er machte, würde in sein Studiengebiet fallen. Es ist logisch, dass er daher über das Thema Waterboarding geschrieben und geforscht hat.“ Ein Anwalt des Arztes, Joe Hurley, wies das als “reinste Spekulation“ zurück.

Dem Arzt und seiner Frau werden Gefährdung eines Kindes vorgeworfen. Sie sind gegen Kaution auf freiem Fuß.

dapd

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