NASA: Warum die Welt 2012 nicht untergeht

München - Bei der NASA ist man genervt: Seit 2012 von diversen Gruppen im Internet das Weltuntergangsjahr ausgerufen wurde, häufen sich die Anfragen: ob da nicht doch was dran sei?

Man beruft sich dabei gern auf den leidigen Maya-Kalender, der am 21. Dezember 2012 endet, und wonach die Welt, wie wir sie kennen,aufhört zu existieren. Wie genau, ist unklar, aber es gebe schließlich diverse Anzeichen.

Stichwort Sonnenstürme … Angesichts der Unsicherheiten und nicht enden wollender Nachfragen aus aller Welt sah sich das Jet Propulsion Laboratory (JPL), das Satelliten und Raumsonden für die NASA baut und steuert, gezwungen, dem Aberglauben ein Ende zu setzen. In einem Internet- Video Mayan Apocalypse nimmt der Direktor Donald Yeomans zu den großen Endzeittheorien Stellung und führt sie ad absurdum:

Der Maya-Kalender: Er endet am 21. Dezember 2012. Viele glauben, dass dann die Welt untergeht. Yeomans sagt: „Der Maya-Kalender markiert nur das Ende eines Zyklus und den Beginn eines neuen – genau wie unser Kalender am 31. Dezember endet und dann am 1. Januar neu beginnt.“ Folgerichtig beginne bei den Maya am 22. Dezember 2012 eine neue Langzeitrechnung.

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Die Sonnenstürme: Die Annahme besagt, dass unser Himmelsgestirn noch heuer die Welt verschlingt. Yeomans sagt: „Sonnenstürme existieren tatsächlich.“ Erst am Wochenende vom 10./11. März brauste wieder ein geomagnetischer Sturm auf die Erde zu. Störungen von Funk- und Navigationssystemen wurden befürchtet – es fiel aber glimpflich aus. Yeomans: „Das nächste Aktivitätsmaximum erwarten wir erst im Mai 2013.“ Unsere rund 4,57 Milliarden Jahre alte Sonne habe derzeit ein Aktivitätshoch, das kehre seit Millionen Jahren immer wieder. Erst in etwa fünf Milliarden Jahren wird sich die Sonne zum Roten Riesen aufblähen, bevor sie dann erkaltet.

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Der Planet Nibiru: Verschwörungstheoretiker behaupten, ein mysteriöser Planet X, auch Nibiru genannt, rase von einer fernen Galaxie aus auf uns zu. Am 21. Dezember komme es zur Kollision. Yeomans: „Wenn ein solcher Riesenplanet sich näherte, hätten wir ihn längst entdeckt.“ Selbst wenn er unsichtbar scheine, wäre er wegen seines Gravitationseffekts auf andere Planeten schon gesehen worden. Tausende Astronomen blickten weltweit rund um die Uhr in den Himmel – von Nibiru keine Spur.

Der Polsprung: Der magnetische Süd- und Nordpol kehrten sich noch heuer um. In der Folge verschwinde der magnetische Schutzschirm um unseren Planeten für einige Tausend Jahre. Dann werde die Intensität der Partikelstrahlung aus der Sonne und dem Weltall deutlich ansteigen und Mutationen des Lebens hervorrufen. Yeomans bestätigt: „Vor 740 000 Jahren ist das das letzte Mal passiert. Wenn es jetzt wieder geschehen würde, wäre das nicht schlimm.Wirmüssten nur unsere Kompasse umstellen.“ Ob die NASA-Erklärungen ausreichen, den drohenden Weltuntergang offiziell abzusagen, sei dahingestellt. Zumindest klingen sie beruhigend …

tz

Rubriklistenbild: © NASA (Symbolbild)

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