Fragwürdiges Gerichtsurteil

Graffiti übersprüht - Strafbefehl gegen 70-Jährige

+
Irmela Mensah-Schramm sprüht gegen Rechts.

Berlin - Seit 30 Jahren zieht eine 70-jährige Berliner Menschenrechtsaktivistin in ganz Deutschland gegen rechte Graffiti und Aufkleber zu Felde. Das hat ihr jetzt eine Anzeige eingebracht.

Irmela Mensah-Schramm hatte in einer Unterführung in Berlin den Schriftzug „Merkel muss weg“ mit rosa Farbe in „Merke!Hass weg!“ übersprüht und zwei kleine Herzchen ergänzt. Dafür kassierte sie eine Anzeige der Polizei wegen Sachbeschädigung.

Am Mittwoch erhielt die Aktivistin vor dem Berliner Kammergericht einen Strafbefehl: Falls sie solche Aktionen innerhalb eines Jahres wiederholt, muss sie bis zu 1800 Euro Geldbuße zahlen. „Der Richter hätte das Verfahren am liebsten wegen geringer Schuld eingestellt, aber die Staatsanwältin hat nicht zugestimmt“, sagte die Sprecherin des Kammergerichts, Lisa Jani. Der Schuldspruch sei so milde wie möglich ausgefallen.

„Ich warte jetzt die schriftliche Urteilsbegründung ab, und dann gehe ich in Berufung“, kündigte Mensah-Schramm am Donnerstag an. „Und ich mache natürlich weiter.“

dpa

Meistgelesene Artikel

Chaos in Valencia nach dem schlimmsten Unwetter seit 2007

Valencia - Das schlimmste Unwetter seit neun Jahren hat Valencia ins Chaos gestürzt. In der Region um die ostspanische Stadt regnete es bis in die …
Chaos in Valencia nach dem schlimmsten Unwetter seit 2007

Tote Studentin: So kamen die Ermittler dem 17-Jährigen auf die Spur

Freiburg - Nach dem Tod einer 19 Jahre alten Freiburger Studentin ist ein 17-Jähriger festgenommen worden. Auf die Spur des Jugendlichen brachte die …
Tote Studentin: So kamen die Ermittler dem 17-Jährigen auf die Spur

Große Solidarität: Zé Roberto spielt für Chapecoense

Bogotá - Der Verein Chapecoense sollte am Mittwoch in Medellín zum Finale des Südamerika-Cups antreten. Doch auf dem Flug nach Kolumbien stürzt die …
Große Solidarität: Zé Roberto spielt für Chapecoense

Kommentare