Netto muss Sportschuhwerbung zurückziehen

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Der Discounter Netto darf die Sportschuhwerbung nicht mehr veröffentlichen.

Amberg - Testergebnisse dürfen nur für Werbezwecke genutzt werden, wenn sie der Kunde auch leicht überprüfen kann. Daran hat sich der Discounter Netto nicht gehalten - weil ein Konkurrent klagte, kam der Fall vor Gericht.

Die Discountmarktkette Netto darf nach einem Urteil des Landgerichts Amberg eine bestimmte Sportschuhwerbung nicht mehr veröffentlichen. Das Gericht bestätigte am Mittwoch entsprechende Informationen des Düsseldorfer Brancheninformationsdienstes “Markt intern“.

In einer Zeitungsanzeige habe es geheißen, der Schuh sei sportwissenschaftlich getestet, erklärte ein Gerichtssprecher. Wo das Testergebnis nachgelesen werden könne, sei daraus jedoch nicht hervorgegangen. Nach Auffassung des Gerichts ist es “ein Gebot der fachlichen Sorgfalt“, mit Testergebnissen nur dann zu werben, wenn Verbraucher auch eine Möglichkeit haben, diese leicht zu überprüfen.

Es droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250000 Euro

Dieser Grundsatz gelte für alle Tests, mit denen ein Produkt beworben werde. “Der Verbraucher muss eine informierte Entscheidung treffen können“, sagte der Gerichtssprecher. Ein Wettbewerbsverein hatte gegen die Handelskette auf Unterlassung geklagt. Falls Netto die Werbung weiterhin veröffentlicht, droht dem Unternehmen nun ein Ordnungsgeld von bis zu 250 000 Euro.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Netto kann dagegen Berufung einlegen. Eine Sprecherin der Edeka-Tochter mit Sitz im oberpfälzischen Maxhütte-Haidhof (Landkreis Schwandorf) wollte sich am Mittwoch nicht zu dem Fall äußern.

dpa

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