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Neuer Wirbel um Polizeischüsse auf Schwarze in Chicago

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Seit Wochen finden in Chicago Demonstrationen gegen die Polizei statt. Foto: Tannen Maury

Chicago - Nach anhaltenden Demonstrationen wegen Gewalt gegen Schwarze ist die Polizei in Chicago erneut wegen tödlicher Schüsse in die Schlagzeilen geraten.

Einen Monat nach Großdemonstrationen gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in Chicago haben Polizisten in der US-Metropole erneut zwei Schwarze erschossen. Nach Polizeiangaben trafen die Beamten bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt am Samstag auf eine "kampflustige Person" und schossen. Dabei seien zwei Menschen tödlich verletzt worden. Eines der Opfer, eine 55-Jährige, sei "versehentlich getroffen worden und tragischerweise gestorben".

Laut Zeitungsberichten handelte es sich bei den Opfern um zwei Schwarze, einen 19-jährigen Ingenieursstudenten und eine fünffache Mutter. Laut der "Chicago Tribune" litt der 19-Jährige unter psychischen Problemen und hatte seinen Vater mit einem Baseballschläger bedroht. Dieser habe die Polizei alarmiert und die Nachbarin gebeten, auf die Beamten zu warten. Bei einem weiteren Einsatz am gleichen Tag erschossen Polizisten nach Polizeiangaben einen bewaffneten Mann, nachdem sie wegen eines "Angriffs" alarmiert worden waren.

Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze hatten in den USA in den vergangenen Monaten wiederholt für Empörung und Aufruhr in der afroamerikanischen Bevölkerung gesorgt. Ende November hatten die Behörden von Chicago ein Video vom Oktober 2014 veröffentlicht auf dem zu sehen ist, wie ein weißer Polizist einen schwarzen 17-Jährigen mit 16 Schüssen niederstreckte. Tausende Menschen waren daraufhin auf die Straße gegangen, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Das US-Justizministerium leitete Ermittlungen wegen möglicher systematischer Bürgerrechtsverletzungen durch Chicagos Polizei ein, der Polizeichef der Stadt wurde entlassen.

CNN

Chicago Sun-Times

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