US-Drohnenangriff

Nummer 2 der Al-Kaida offenbar getötet

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Said al Schihri ist offenbar getötet worden

Sanaa - Im Jemen ist offenbar den USA ein schwerer Schlag gegen Al-Kaida gelungen. Der Vizechef des Terrornetzwerks, Said al Schihri, ist angeblich bei einem Luftangriff getötet worden.

Der Vizechef des Terrornetzwerks in der Region wurde nach Angaben aus US-Kreisen und des jemenitischen Verteidigungsministeriums am Montag bei einem Luftangriff getötet. Said al Schihri sei in der Provinz Hadramaut ums Leben gekommen, sagten zwei ranghohe US-Gewährsleute. Eine US-Beteiligung wollten sie indes nicht bestätigen. Aus jemenitischen Regierungskreisen verlautete, der Saudiaraber sei gemeinsam mit sechs Begleitern vermutlich bei einem US-Drohnenangriff getötet worden, als er ein Haus in Wadi Hadramaut verließ.

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Forensiker aus dem Jemen und den USA hätten die Identität al Schihiris bestätigt, sagten Vertreter der jemenitischen Streitkräfte, die namentlich nicht genannt werden wollten. Sie sagten, sie vermuteten die USA hinter dem Luftangriff, da das jemenitische Militär zu solch einer präzisen Operation nicht in der Lage sei. Auch die Kapazitäten des jemenitischen Geheimdienstes reichten für eine exakte Ortung von Verdächtigen üblicherweise nicht aus.

Zwtl.: Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel gilt als weltweit aktivster Flügel des Terrornetzwerks

Der Ableger der Al-Kaida im Jemen gilt als der weltweit aktivste. Die jemenitischen Streitkräfte weiteten in diesem Jahr ihren Kampf gegen die Organisation aus und konnten zahlreiche Städte im Südjemen von der Gruppe zurückerobern. Auch die USA haben den Kampf gegen die Al-Kaida im Jemen mit Drohnen aufgenommen. Sie kommentieren diese Einsätze gewöhnlich nicht.

Al Schihris Tod dürfte ein wichtiger Erfolg der USA im Kampf gegen die Al-Kaida im Jemen sein. Der Al-Kaida-Führer, dessen Alter mit Ende 30 angegeben wird, kämpfte in Afghanistan und wurde sechs Jahre lang im US-Gefangenenlager Guantanamo festgehalten. Nach seiner Freilassung durchlief er in Saudi-Arabien ein sogenanntes Rehabilitationsprogramm, das moderate religiöse Werte vermitteln soll. Al Schihri ging jedoch anschließend in den Jemen und wurde Stellvertreter von Nasser al Wahischi, dem Führer von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel.

dapd

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